Falscher Polizeibeamter in Möhnesee-Echtrop festgenommen – Neffe durchschaut Betrug

(Symbolbild)

In Möhnesee-Echtrop hat die Polizei einen 28-jährigen Polen festgenommen, der sich als Polizeibeamter ausgegeben und eine Seniorin betrogen wollte. Gegen 14 Uhr hatte der Mann an der Wohnanschrift der Frau geklingelt und behauptet, ihr Neffe habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Er forderte Bargeld und Schmuck als angeblich erforderliche Kaution.

Die Seniorin reagierte richtig: Sie kontaktierte während des Gesprächs telefonisch ihren Neffen. Dieser erfuhr dadurch unmittelbar von dem angeblichen Verkehrsunfall und erkannte den Betrugsversuch sofort. Gemeinsam mit seiner Frau fuhr er zur Wohnanschrift seiner Tante und konnte den Tatverdächtigen noch beim Verlassen des Grundstücks beobachten.

Der Neffe verständigte sofort die Polizei und behielt den Mann gemeinsam mit seiner Frau und der Geschädigten aus sicherer Entfernung im Blick. Sie folgten ihm mit dem Auto in Richtung einer Bushaltestelle an der Kreisstraße 33 und informierten die Polizei fortlaufend über seinen Aufenthaltsort. Die zuerst eintreffenden Polizeibeamten konnten den Mann anhand der übermittelten Beschreibung antreffen und vorläufig festnehmen.

Im weiteren Verlauf wurde bekannt, dass möglicherweise bereits Schmuck aus der Wohnung der Geschädigten bereitgelegt worden war. Der Schmuck konnte jedoch in der Wohnung aufgefunden werden. Eine von der Polizei abgesuchte Laufroute des Tatverdächtigen sowie sein Fahrzeug wurden überprüft; dabei ergaben sich zunächst keine Hinweise auf weiteres Diebesgut. Das Fahrzeug wurde als Beweismittel beschlagnahmt. Der Mann wurde aufgrund bestehender Fluchtgefahr vorläufig festgenommen.

Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen. Die Polizei lobt ausdrücklich das besonnene und richtige Verhalten des Neffen. Er nahm die Angaben seiner Tante ernst, erkannte den möglichen Betrugsversuch und sorgte dafür, dass der Tatverdächtige bis zum Eintreffen der Polizei im Blick behalten werden konnte.

Die Polizei warnt: Wenn angebliche Polizeibeamte oder andere Personen am Telefon oder an der Haustür Geld oder Wertgegenstände fordern, sollte man niemals darauf eingehen. Beenden Sie das Gespräch und verständigen Sie selbst die Polizei über den Notruf 110. Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung und übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an Unbekannte.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Soest kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 632 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Hamm aus: 1.219 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 946.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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