Am Montagabend gegen 19:15 Uhr haben Bundespolizisten am Dresdner Hauptbahnhof eine venezolanische Familie schützen müssen, die von einem Mann über längere Zeit verfolgt und bedrängt worden war. Die Eltern im Alter von 25 und 23 Jahren sowie ihr 6-jähriges Kind wandten sich hilfesuchend an eine Streife der Bundespolizei.
Nach ihren Angaben war der Unbekannte ihnen zunächst in der Innenstadt aufgefallen. Von der Prager Straße über den Wiener Platz bis in den Hauptbahnhof hinein beobachtete und verfolgte er die Familie systematisch – auch in Einkaufsläden folgte er ihnen. Die Familie fühlte sich derart bedrängt und genötigt, dass sie schließlich vor dem Mann flüchtete.
Ein besonders verstörendes Detail: Der Fremde fasste das 6-jährige Kind ohne Zustimmung der Eltern an den Haaren und streichelte dem Kind durchs Haar. Zu körperlichen Übergriffen kam es jedoch nicht.
Die Beamten stellten den Tatverdächtigen kurz darauf in einem Einkaufsmarkt im Hauptbahnhof. Bei dem Mann handelt es sich um einen 50-jährigen Deutschen. Auf Befragung bestritt er den Vorwurf der Nötigung. Er argumentierte, dass es in seinem Kulturkreis üblich sei, kleinen Kindern durch die Haare zu streicheln.
Nach Aufnahme der Personalien aller Beteiligten wurden diese vor Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Landespolizei Sachsen.
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