Festnahme in Flensburg: Ermittler zerschlagen Darknet-Betrugsnetzwerk

(Symbolbild)

Die Kriminalpolizei Flensburg und die Staatsanwaltschaft Itzehoe haben am Morgen des 17. September 2026 einen 36-jährigen Deutschen festgenommen, der im Verdacht steht, über Jahre hinweg ein Betrugsnetzwerk im Darknet betrieben zu haben. Bei Durchsuchungen an drei Objekten in Flensburg und dem Flensburger Umland sicherten Spezialkräfte umfangreiche Beweise.

Der Mann soll sich seit mindestens acht Jahren im Darknet mit weiteren Akteuren verabredet haben, um professionalisierte Betrugstaten über gängige Kleinanzeigenportale zu begehen. Nach Angaben der Ermittler hat er die Betrugsstraftaten entweder selbst durchgeführt oder durch die Bereitstellung von Geldwäscheinfrastruktur ermöglicht. Insgesamt konnten die Behörden bisher mehr als 750 Straftaten ermitteln, die mit dem Tatverdächtigen in Zusammenhang stehen. Der Gesamtschaden liegt im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich.

Bei den Durchsuchungen setzten die Behörden Spezialkräfte der IT-Beweissicherung sowie Datenträgerspürhunde ein. Im Fokus stand die Sicherstellung von Beweismitteln und Vermögenswerten für das laufende Verfahren. Die Einsatzkräfte konnten diverse Datenträger und Zugangsdaten aufgreifen und beschlagnahmen.

Ein Ermittlungsrichter hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe einen Haftbefehl gegen den 36-Jährigen erlassen. Dieser wurde bei der Festnahme vollstreckt. Im Laufe des 18. September 2026 sollte der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ist auf Cyberkriminalität spezialisiert und führt die Ermittlungen seit August 2024.

Nach Ansicht der Behörden stellt die Festnahme einen bedeutenden Schlag gegen die Strukturen des digitalen Betrugs dar. Mit der Ausschaltung dieses Akteurs sei es gelungen, einen wichtigen Knotenpunkt der kriminellen Online-Infrastruktur zu zerstören.


Betrugsfälle in Flensburg: der Vergleich mit Land und Bund

In Flensburg zählte die Polizei 2025 614 Betrugsfälle, das sind 637 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie im restlichen Bundesland, wo 600 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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