Die Feuerwehr Dresden hat am 9. Mai vier Entenküken aus einem Regenwasserfallrohr in der Elsasser Straße in Johannstadt gerettet. Der Einsatz dauerte von 15:15 bis 16:58 Uhr.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren die Tiere in etwa einem Meter Tiefe hörbar und sichtbar. Da eine Rettung über das Fallrohr im Innenhof nicht möglich war, öffnete der Sicherheitsdienst die Tiefgarage des Gebäudes, um Zugang zum darunterliegenden Abwasserrohr zu erhalten. Dort konnten die Einsatzkräfte nach dem Lösen der Rohrschellen das Rohr beschädigungsfrei öffnen und alle vier Küken sicher befreien.
Anschließend wurden die Tiere ihrer wartenden Entenmutter zurückgeführt. Da die unmittelbare Umgebung für die Entenfamilie ungeeignet erschien, begleiteten die Einsatzkräfte die Tiere bis zur Elbwiese. Die Küken wurden in einer Transportkiste gesichert, während die Entenmutter den Weg entlang der Elsasser Straße über den Sachsenplatz bis zum Käthe-Kollwitz-Ufer begleitete. An der Elbe konnten die Tiere schließlich wohlbehalten freigelassen werden und schwammen gemeinsam elbaufwärts davon. Das Abwasserrohr wurde anschließend wieder ordnungsgemäß verschlossen. Es entstand kein Sachschaden. Im Einsatz waren sechs Feuerwehrleute der Feuer- und Rettungswache Altstadt.
Am gleichen Tag wurden um 21:10 Uhr sechs Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt zu einer weiteren Tierrettung auf die Bärwalder Straße alarmiert. Dort war ein Vogel in einen Gully geraten und konnte sich nicht selbstständig befreien. Mit einem Schachthaken öffneten die Einsatzkräfte den Schacht. Da der Vogel trotz der Öffnung nicht eigenständig herausflog, stieg eine Einsatzkraft in den Schacht hinab und rettete das unverletzte Tier. Anschließend konnte der Vogel wieder in die Freiheit entlassen werden.