Am Samstagmittag ist in einer betreuten Wohneinrichtung in Kirchhausen ein Brand ausgebrochen, der vermutlich durch ein Feuerzeug verursacht wurde. Gegen 12:45 Uhr alarmierten mehrere Personen die Feuerwehr zu einem Balkonbrand in der Poststraße. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen schnell ab, alle Bewohner hatten das Gebäude bereits unverletzt verlassen. Nach den Löscharbeiten verdichtete sich der Verdacht, dass ein in der prallen Sonne liegen gelassenes Feuerzeug den Brand ausgelöst hatte. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Abgesehen von der betroffenen Wohnung blieben alle anderen Räumlichkeiten bewohnbar.
Parallel dazu warnt die Polizei Heilbronn vor einer aktuellen Betrugswelle: Am Freitagnachmittag fiel eine Seniorin in Bad Friedrichshall auf eine perfide Betrugsmethode herein. Gegen 16:15 Uhr rief ein Unbekannter die Frau an und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Er behauptete, ihre Bankkarte müsse wegen eines Betrugsversuchs erneuert werden und kündigte an, diese persönlich abzuholen. Etwa 15 Minuten später klingelte ein Mann an ihrer Tür. Die Seniorin ließ ihn herein – ein fataler Fehler.
Während der Mann die Frau am Telefon beschäftigte, schnappte sich sein Komplize unbeobachtet die Bankkarte und verließ die Wohnung. Kurz darauf bemerkte die Geschädigte den Diebstahl und kontaktierte sofort ihre Bank. Dort wurde ihr mitgeteilt, dass bereits ein niedriger vierstelliger Betrag von ihrem Konto abgebucht worden war. Der Mann an der Haustür wird folgendermaßen beschrieben: dunkler Teint, etwa 1,86 Meter groß, schlank, Dreadlocks. Die Polizei fragt: Wer hat im fraglichen Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich der Kolpingstraße gemacht? Hinweise nimmt das Polizeirevier Neckarsulm unter 07132 93710 entgegen.
Die Polizei Heilbronn warnt: Im Stadt- und Landkreis mehren sich Anrufe von Betrügern, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben. Sie behaupten, es gebe unberechtigte Abbuchungen und fordern die PIN an. Danach kündigen sie an, die Bankkarte an der Haustür abzuholen. Die Behörde gibt folgende Verhaltensregeln: Niemals PIN oder TAN am Telefon nennen. Keine seriöse Bank holt Bankkarten an der Haustür ab. Im Verdachtsfall sofort auflegen und die Bank nur unter der bekannten Telefonnummer kontaktieren. Im Zweifel die 110 wählen. Die Polizei bittet, auch ältere Angehörige, Nachbarn und Bekannte über diese Masche aufzuklären.