Das Bundesfinanzministerium unter Leitung von Lars Klingbeil (SPD) plant eine deutliche Senkung der Steuerfreibeträge für Vereine und ähnliche Organisationen. Wie die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf einen Referentenentwurf aus dem Ministerium berichtet, sollen mehrere Freibeträge ab 2027 stark reduziert oder vollständig gestrichen werden.
Der wohl drastischste Einschnitt betrifft den Freibetrag für steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Dieser soll von derzeit 5.000 Euro auf eine Freigrenze von 1.000 Euro sinken. Damit würde sich der Freibetrag um 80 Prozent verringern. Das Finanzministerium rechnet mit Steuermehreinnahmen von rund 45 Millionen Euro durch diese Maßnahme.
Noch weitreichender sind die geplanten Streichungen bei anderen Freibeträgen. Der Freibetrag für Gewinne aus Betriebsveräußerungen und Betriebsaufgaben, bisher 45.000 Euro, soll komplett wegfallen. Gleiches gilt für den Freibetrag bei Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Zusammen sollen diese beiden Streichungen dem Ministerium rund 300 Millionen Euro an zusätzlichen Steuermehreinnahmen bringen.
Autor: dts Nachrichtenagentur