Frankfurt: 23 Verkehrstote im Jahr 2025 – höchster Wert seit zehn Jahren

(Symbolbild)

Im Jahr 2025 sind bei Verkehrsunfällen in Frankfurt und auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich 23 Menschen ums Leben gekommen – sechs mehr als im Vorjahr. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren, wie die Frankfurter Polizei bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik mitteilte.

Insgesamt registrierte die Polizei 25.045 Verkehrsunfälle im Stadtgebiet und auf den Bundesautobahnen – 1.080 mehr als 2024, was einem Anstieg von 4,51 Prozent entspricht. Bei 87 Prozent aller Unfälle entstanden nur Sachschäden.

Von den 23 Todesopfern verunglückten zwölf im Stadtbereich: vier Menschen in einem Auto, drei Fußgänger, drei Personen auf E-Scootern, zwei Motorradfahrer, ein Pedelec-Fahrer und ein Fahrer eines Krankenfahrstuhls. Bei sieben Unfällen auf der Autobahn verloren sieben Autoinsassen und zwei Motorradfahrer ihr Leben. Unter den Todesopfern war eine jugendliche Person, sechs waren junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren.

Bei Unfällen mit Personenschäden gab es einen deutlichen Anstieg: 3.256 Verkehrsunfälle mit Verletzten bedeuten eine Zunahme um 7,78 Prozent. Dabei erlitten 3.672 Menschen leichte Verletzungen, 346 Personen wurden schwer verletzt.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei E-Scooter-Unfällen: Bei 487 Unfällen wurden 294 Personen verletzt – das Verletzungsrisiko ist im Verhältnis zur Unfallzahl sehr hoch. 27 E-Scooter-Fahrer wurden schwer, 264 leicht verletzt. Hauptunfallursachen sind das verbotswidrige Benutzen der Fahrbahn oder des Gehweges (113 Fälle), Überbesetzung durch mehrere Personen auf einem Roller (65), Missachtung von Ampeln (46) und Alkoholeinfluss (44).

„E-Scooter haben sich für viele Frankfurter als schnell verfügbares Verkehrsmittel etabliert. Frankfurt ist bundesweit führend bei der Mikromobilität“, erklärte Polizeipräsident Müller. „Die hohe Zahl verletzter Nutzer zeigt jedoch, dass besondere Sorgfalt geboten ist. Alkohol oder mehrere Personen auf einem E-Scooter verschlechtern die motorischen Fähigkeiten enorm.“

Bei den jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren wurde erneut ein Höchststand erreicht: 4.418 Verkehrsunfälle bedeuten einen Anstieg um 245 Unfälle (5,87 Prozent). Der Großteil geschah mit Autos (3.739 Unfälle), wobei 272 junge Fahrer verletzt wurden. Bei 112 E-Scooter-Unfällen in dieser Altersgruppe verunglückten 77 Personen.

227 Kinder bis 13 Jahre verunglückten im Straßenverkehr – 30 mehr als im Vorjahr (15,2 Prozent Anstieg). 19 Kinder wurden schwer, 208 leicht verletzt. Die meisten betroffenen Kinder saßen als Mitfahrer in einem Auto (73), gefolgt von Fahrradfahrern (66) und Fußgängern (64).

Bei Senioren ab 65 Jahren stieg die Unfallzahl von 3.865 auf 4.153 (7,45 Prozent). Sechs Personen dieser Altersgruppe starben – fünf im Stadtgebiet, eine auf der Autobahn.

Die Zahl der Pedelec-Unfälle schnellte um 39,39 Prozent auf 276 Unfälle hoch. 155 Menschen wurden leicht, 33 schwer verletzt, eine Person starb. Die Polizei führt den Anstieg auf die große Beliebtheit der E-Mobilität zurück.

Positiv entwickelten sich die Fußgänger-Unfälle: 526 Unfälle bedeuten einen Rückgang um elf Fälle (2,09 Prozent). Drei Fußgänger starben – einer beim Überqueren eines Bahnübergangs trotz geschlossener Schranke, zwei weitere, die unvermittelt die Fahrbahn betraten. In allen drei Fällen lag die Hauptschuld bei den Fußgängern.

Insgesamt ereigneten sich 438 Unfälle mit 228 Verletzten, bei denen Alkohol oder andere berauschende Mittel die Ursache waren. Die Polizei will ihre Kontrollen besonders im Innenstadtbereich intensivieren, wo sich E-Scooter-Unfälle häufen. Auch das Präventionsprogramm „CrashKurs“ an Schulen wird ausgeweitet, nachdem es 2025 erfolgreich an einer Frankfurter Schule gestartet war.

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