Freiburg: 74-Jähriger bei Messerangriff getötet – Verdächtiger in Haft

(Symbolbild)

Ein 74-jähriger Mann ist am Dienstag, 8. September 2026, gegen 21:20 Uhr auf einem Parkplatz in der Willy-Brandt-Allee / Carl-von-Ossietzky-Straße im Freiburger Stadtteil Rieselfeld tödlich verletzt worden. Polizeistreifen fanden den leblosen Mann mit Stich- und Schnittverletzungen vor. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe durch den Rettungsdienst starb er am Tatort.

Die vorläufige Obduktion bestätigte, dass der 74-Jährige multiple Stich- und Schnittverletzungen erlitten hatte, an denen er verstarb. Laut derzeitigen Ermittlungsständen kannten sich das Opfer und der Verdächtige nicht.

Aufgrund von Zeugenaussagen leitete die Polizei sofort eine Fahndung ein. Im Bereich der Berliner Allee nahmen mehrere Streifen einen 30-jährigen deutschen Staatsangehörigen vorläufig fest. Bei den Fahndungsmaßnahmen waren auch die Polizeihundeführerstaffel und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde in der Nähe des Tatorts gefunden und sichergestellt.

Der Verdächtige steht auch im Verdacht, einen Messerangriff vom Sonntag, 6. September 2026, am Schlossbergring begangen zu haben. Dabei hatte er nach derzeitigen Erkenntnissen einen erst kurz zuvor kennengelernten Mann mit einem Messer unvermittelt angegriffen und verletzt. Der 29-Jährige wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg beantragte einen Haftbefehl wegen versuchten und vollendeten Mordes. Das Amtsgericht erließ diesen am 9. September 2026 am Nachmittag, der Verdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Nach bisherigen Ermittlungen ist der Tatverdächtige mehrfach wegen Eigentums- und Rohheitsdelikten sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Erscheinung getreten. Das Tatmotiv in beiden Fällen bleibt unklar. Ermittler prüfen, ob es zwischen den Opfern und dem Verdächtigen eine Vorbeziehung gab. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gibt es keine Hinweise auf Mittäter.

Die Kriminalpolizei Freiburg hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und arbeitet intensiv an der Aufklärung. Sie sucht weitere Zeugen und nimmt Hinweise rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0761 882-2880 entgegen.

In den sozialen Medien wird ein Video verbreitet, das das Opfer schwer verletzt zeigt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten. Das Verbreiten solcher Aufnahmen stellt eine Straftat dar. Hinweise zum möglichen Ersteller des Videos nimmt die Polizei unter der gleichen Telefonnummer entgegen.


Die Entwicklung in Freiburg im Breisgau

2024 zählte die Polizei in Freiburg im Breisgau 588 gefährliche und schwere Körperverletzungen, 2025 waren es 573 — 2,6 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 2,0 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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