Der Ausschuss für Schulen und Weiterbildung hat sich mit der dritten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für Freiburgs Hauptschulen befasst. Die Vorlage (Informationsvorlage ASW 03003) analysiert, ob die räumlichen Kapazitäten der zehn städtischen Hauptschulen in den kommenden vier Schuljahren von 2003/04 bis 2006/07 ausreichen werden.
Grundlage der Bedarfsermittlung ist das Modellraumprogramm des Landes Baden-Württemberg, das landesweit einheitliche Standards für Unterrichtsräume vorgibt. Dabei werden nicht kurzfristige Schwankungen, sondern die längerfristige Entwicklung der Schülerzahlen berücksichtigt.
Das Ergebnis der Prognose ist einheitlich: An der großen Mehrzahl der Schulen werden die vorhandenen Räumlichkeiten ausreichen. Die meisten Hauptschulen entwickeln sich eher in Richtung geringerer Zügigkeit. Die Emil-Gött-Schule und die Reinhold-Schneider-Schule bleiben 1-zügig. Schulen wie Hebelschule und Tunibergschule gehen sogar von der bisherigen 2-Zügigkeit in die 1-Zügigkeit über. Die Gerhart-Hauptmann-Schule wird maximal 2-zügig, die Karlschule bewegt sich zwischen 1,5- und 2-Zügigkeit, die Vigelius-Schule II bleibt 3-zügig.
Ausnahmen sind die Albert-Schweitzer-Schule II und die Vigelius-Schule II: Beide sollen baulich erweitert werden, allerdings nicht wegen Platzproblemen im klassischen Sinne. Die Erweiterungen ermöglichen den Ausbau beziehungsweise die Einführung von Ganztagesangeboten. Die Albert-Schweitzer-Schule II beseitigt damit ein bestehendes Raumdefizit und schafft Voraussetzungen für ihr bestehendes Ganztagesangebot. Die Vigelius-Schule II wird zur zweiten Ganztages-Hauptschule und soll den südlichen Stadtbereich abdecken.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg