Freiburg: Schulentwicklungsbericht 2020 vorgestellt

Der Gemeinderat Freiburg hat den Schulentwicklungsbericht 2020 zur Kenntnis genommen. Das Amt für Schule und Bildung stellt damit bereits seinen sechsten zusammenfassenden Bericht zur Entwicklung der städtischen Schulen vor. Das Dokument wird alle zwei Jahre aktualisiert und zeigt sowohl bisherige Entwicklungen als auch mittelfristige Handlungsbedarfe auf.

Seit dem letzten Bericht 2018 wurden mehrere Baumaßnahmen abgeschlossen. Dazu gehört die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule II nach einem Brand sowie die Umnutzung ehemaliger Hausmeisterhäuser an der Emil-Thoma-Grundschule und der Lindenbergschule für Schulkindbetreuung. Bei den Beruflichen Schulen wurde das Dachgeschoss der Gewerbeschule Kirchstraße nach dem Auszug der Kunstakademie vollständig saniert. Weitere Projekte wie die Sanierung der Naturwissenschaften am Deutsch-Französischen Gymnasium befinden sich in der Planung.

Die Betreuungsangebote sind weiterhin stark nachgefragt. Etwa 500 zusätzliche Plätze wurden an Grund- und weiterführenden Schulen geschaffen. Zum Schuljahr 2020/2021 wurde die neue Konzeption der Schulkindbetreuung an allen 30 öffentlichen Grundschulen umgesetzt.

Der Bericht nennt mehrere Schwerpunkte für die kommenden Jahre: Der Bevölkerungszuwachs macht den Ausbau von Grundschulstandorten notwendig, insbesondere im neuen Stadtteil Dietenbach. Die Digitalisierung der Schulen wird als Priorität behandelt; vier Pilotschulen wurden bereits mit strukturierter Verkabelung ausgestattet. Ein weiterer Fokus liegt auf den Beruflichen Schulen, die einen Sanierungsstau aufweisen.

Vor der Ratssitzung wurden die Ortschaftsräte in Hochdorf, Opfingen, Kappel, Tiengen, Waltershofen, Ebnet, Lehen und Munzingen angehört.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg