Die Polizei in Thüringen warnt vor einer perfiden Betrugsmethode in Apotheken. Nach mehreren gleichgelagerten Betrugsversuchen am 16. Juli suchen die Ermittler nun nach einem unbekannten Mann, der es gezielt auf Wechselgeld abgesehen hat.
Die bisherigen bekannten Taten ereigneten sich am 16. Juli zunächst gegen 10.00 Uhr in einer Apotheke in Gefell und anschließend in einer Apotheke in Hirschberg. Die Polizei wurde zudem von einem ähnlich gelagerten Fall aus Oberfranken in Bayern bekannt, der sich ebenfalls im ähnlichen Tatzeitraum zugetragen haben soll. Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen den Fällen.
So funktioniert die Masche: Der Tatverdächtige kauft zunächst einen preiswerten Artikel und bezahlt mit einem 200-Euro-Schein. Nachdem die Apothekerin oder der Apotheker das Wechselgeld herausgegeben hat, verlangt er weitere Waren. Während die Verkäuferin diese aus dem Regal holt, steckt der Mann das Wechselgeld ein. Anschließend erklärt er, die zusätzlichen Artikel doch nicht kaufen zu wollen, und fordert die Rückgabe seines 200-Euro-Scheins. Auf diese Weise versucht er, die Verkäuferinnen um das bereits herausgegebene Wechselgeld zu betrügen.
In allen bislang bekannten Fällen blieb es beim Versuch: Die Verkäuferinnen zählten das Wechselgeld aufmerksam nach und erkannten die Betrugsmasche rechtzeitig. Damit gelang es dem Mann nicht, an das Geld zu kommen.
Der Tatverdächtige wird als etwa 50 bis 55 Jahre alt beschrieben, ist rund 1,70 Meter groß und von normaler Statur. Er hat kurze schwarze Haare, machte einen ungepflegten Eindruck und trug eine Jeans sowie ein schwarzes T-Shirt.
Die Polizei warnt alle Apotheken und andere Geschäfte, bei Geldwechselvorgängen besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Sollten vergleichbare Situationen andeuten oder dieser Mann festgestellt werden, bietet die Polizei an, unverzüglich verständigt zu werden, um die Personalien des Mannes feststellen zu können.
Die Landespolizeiinspektion Saalfeld sucht weitere Geschädigte sowie Zeugen und nimmt Hinweise unter der Vorgangsnummer 0179611/2026 entgegen. Kontakt: Telefon 03671 56 1503 oder presse.lpi.saalfeld@polizei.thueringen.de
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