Gemeinsam stark: Polizei unterstützt Teilhabe am Arbeitsleben mit dem Christophorus-Werk

Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim beteiligt sich aktiv daran, Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. In zwei Bereichen wurden bedarfsgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. Im Bereich der Fahrzeugpflege arbeitet derzeit ein Beschäftigter aus dem Berufsbildungsbereich des Christophorus-Werk Lingen e.V. Ziel ist es, nach Abschluss der Bildungsmaßnahme auf einem Außenarbeitsplatz beschäftigt zu werden. Er unterstützt das Team bei der Fahrzeugreinigung und trägt mit großem Engagement und hoher Zuverlässigkeit zur täglichen Einsatzbereitschaft der Dienstfahrzeuge bei. Seine Arbeit wird von den Kolleginnen und Kollegen vor Ort besonders geschätzt.

Darüber hinaus kommen im Rahmen des Projekts Auswärtsspiel regelmäßig weitere Beschäftigte der Tagesförderstätte in Begleitung von Mitarbeitenden des Christophorus-Werk Lingen e.V. zum Standort des systemischen Einsatztrainings sowie zur Autobahnpolizei Wietmarschen-Lohne. Das Auswärtsspiel richtet sich an Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf. Sie übernehmen dort die Pflege und Instandhaltung der Grünanlagen. Durch diese regelmäßige Unterstützung tragen die Teilnehmenden maßgeblich dazu bei, dass die Liegenschaften der Polizei gepflegt und ansprechend bleiben.

Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und dem Christophorus-Werk hat sich schnell als win-win-Situation erwiesen: Die Beschäftigten sammeln wertvolle praktische Erfahrungen und erfahren Wertschätzung für ihre Arbeit, während die Polizei von ihrer tatkräftigen Unterstützung profitiert. Die Arbeit der Teilnehmenden beeindruckt uns sehr. Mit ihrer positiven Einstellung und ihrem Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag für unsere Dienststellen und bereichern zugleich unser Team menschlich ungemein, betont die Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon.

Beide Arbeitsangebote zeigen, wie betriebliche Inklusion praktisch funktionieren kann. Durch klare Ziele, strukturierte Begleitung und die Nähe zu einer öffentlichen Institution entstehen Lernprozesse, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Die Menschen mit Behinderungen erfahren Wertschätzung, entwickeln neue Kompetenzen in einer realen Arbeitsumgebung und können ihr Selbstvertrauen stärken. Gleichzeitig profitieren die Kooperationspartner von einem frischen Blickwinkel, der Routineabläufe hinterfragt und neue Zugänge eröffnet.

Aufgrund der positiven Erfahrungen sollen weitere Inklusionsprojekte dieser Art künftig im gesamten Bereich der Polizeiinspektion umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wurden bereits weitere Kooperationen geplant und auf den Weg gebracht, die sich derzeit in der konkreten Umsetzungsphase an den Polizeikommissariaten Papenburg und Nordhorn befinden. Damit setzt die Polizeiinspektion ein klares Zeichen für gelebte Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung in der Region.