Gen-Z-Proteste in Nürnberg: Polizei stoppt gewalttätige Störungen

(Symbolbild)

In Nürnberg hat die Polizei am Samstagnachmittag bei einer Demonstration im Zusammenhang mit den bundesweiten Gen-Z-Protesten wiederholt eingreifen müssen. Dabei kam es zu gewalttätigen Störungen, die die Einsatzkräfte stoppen mussten.

Für den Samstag waren mehrere Versammlungen angemeldet worden. Eine Demonstration mit Start am Sebalder Platz sowie eine Gegenversammlung am Hallplatz wurden kurzfristig durch die Versammlungsleiter abgesagt. Letztlich fand nur die größte Demonstration statt, zu der rund 2.000 Teilnehmer kamen und die am Kornmarkt startete.

Ab etwa 14:00 Uhr versammelten sich die Teilnehmer zu einer Auftaktkundgebung am Kornmarkt. Gegen 14:45 Uhr setzte sich der Aufzug in Richtung Plärrer in Bewegung. Im Verlauf der Demonstration warfen einzelne Teilnehmer an verschiedenen Stellen Gegenstände wie Flaschen, Steine und Böller in Richtung der Einsatzkräfte. Bei einem Böllerwurf in der Allersberger Straße wurde ein Versammlungsteilnehmer verletzt und musste vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden.

Nach der Rückkehr zur Abschlusskundgebung setzte eine größere Gruppe offenbar gewaltbereiter Personen den Aufzug in Richtung Jakobsplatz fort. Diese Personengruppe, die die Beamten zuvor mehrfach beworfen hatte, wurde im Bereich der Färberstraße durch die Einsatzkräfte gestoppt, um ein unkontrolliertes Vordringen in die Fußgängerzone zu verhindern. Dabei kam es zum Einsatz von unmittelbarem Zwang. Der Versammlungsleiter erklärte daraufhin die Versammlung für beendet.

Um weitere Störungen zu verhindern, stellten die Beamten rund 60 Personen aus dieser Gruppe im Bereich der Brunnengasse vorläufig fest und stellten ihre Identitäten fest. In der Pfannenschmiedsgasse kam es zu erneutem Bewurf mit Flaschen auf die Einsatzkräfte. Hier wurden ebenfalls rund 40 Personen festgesetzt und identifiziert. Bei Durchsuchungen einzelner Personen fanden die Beamten Schutzbewaffnung, die sichergestellt wurde. Mehrere Personen kamen zur Verhinderung möglicher weiterer Störungen im Laufe des Abends in Polizeigewahrsam.

Neben den zwei größeren Personengruppen stellten die Beamten auch bei mehreren kleineren Gruppen Identitäten fest, unter anderem wegen Böllerwürfen. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Im Stadtgebiet kam es im Verlauf des Nachmittags und Abends an verschiedenen Stellen zu vereinzelten Sachbeschädigungen. In der Landgrabenstraße wurde eine Schaufensterscheibe mutmaßlich durch einen Flaschenwurf beschädigt. Zudem beschmierten Unbekannte mehrere Straßenbahnhaltestellen.

Insgesamt stellten die Beamtinnen und Beamten bei über 200 Personen die Identität fest. Strafbare Handlungen werden geprüft und gegebenenfalls entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Im Einsatz waren Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Nürnberger Kriminal- und Verkehrspolizei sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter der Leitung des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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