Bei einer fünfstündigen Großkontrolle auf der Bundesstraße 4 bei Gifhorn hat die Polizei fünf Autofahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen. Am 26. Mai kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn zwischen 9 und 14 Uhr etwa 80 Fahrzeuge an einem Pendlerparkplatz Richtung Süden.
Die fünf betroffenen Fahrer im Alter zwischen 28 und 44 Jahren zeigten Auffälligkeiten, die auf Drogenkonsum hindeuteten. Nach Tests bestätigte sich der Verdacht in allen Fällen – die Polizei ordnete Blutentnahmen an und verbot die Weiterfahrt. Drei der Fahrer waren so stark beeinträchtigt, dass gegen sie Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet wurden – bei zwei wegen Drogen, bei einem wegen Medikamenten.
Bei der Durchsuchung des Autos eines 44-jährigen Gifhorners fanden die Beamten Betäubungsmittel und stellten sie sicher. Gegen ihn wird zusätzlich wegen unerlaubten Besitzes von Amphetamin ermittelt. Die anderen beiden Fahrer mit geringeren Ausfallerscheinungen müssen mit Bußgeldverfahren rechnen.
Ein weiterer Kontrollfall endete ebenfalls mit rechtlichen Konsequenzen: Ein 33-Jähriger fuhr ein Auto mit Anhänger, obwohl er keine entsprechende Fahrerlaubnis besaß. Die Polizei ermittelt nun gegen ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis – auch sein Arbeitgeber, der die Fahrt angeordnet hatte, erhält eine Strafanzeige. Der Anhänger blieb wegen erheblicher technischer Mängel am Kontrollort stehen.
Unterstützt wurden die Gifhorner Polizisten von Diensthundeführern aus Wolfsburg mit einem Rauschgiftspürhund.