Göttingen: Eskalation beim Abmarsch – Polizei setzt Pfefferspray ein

(Symbolbild)

Eine zunächst friedlich verlaufene Versammlung auf dem Göttinger Marktplatz ist am Samstagabend, 15. August 2026, beim anschließenden Abmarsch eskaliert. Nachdem die Teilnehmenden gegen 18.00 Uhr den Platz verlassen wollten, versuchte eine Gruppe von Gegendemonstranten, eine Polizeikette zu durchbrechen. Die Beamten mussten mit unmittelbarem Zwang, darunter Pfefferspray, eingreifen. Zwölf Polizisten erlitten Reizstoffverletzungen.

Die ordnungsgemäß angemeldete Versammlung unter dem Motto „Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung“ hatte von etwa 15.30 bis 18.00 Uhr auf dem Marktplatz stattgefunden. Rund 20 Teilnehmende brachten dabei in Gebeten und Redebeiträgen ihre ablehnende Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen zum Ausdruck. Nach polizeilichen Erkenntnissen waren einige Teilnehmende von außerhalb Göttingens angereist, darunter auch Personen aus Frankreich. Während der gesamten Versammlung herrschte Frieden.

Im Umfeld hatte sich ein spontaner Gegenprotest formiert. Bereits vom Beginn der angemeldeten Versammlung an kam es aus dieser Gruppe zu lautstarken Störungen durch Zwischenrufe und laute Musik. Die Spannung wuchs zusehends. Die eingesetzten Polizisten bildeten deshalb eine Kette, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen.

Beim Abmarsch eskalierte die Situation. Eine bislang nicht genau festgestellte Zahl von Gegendemonstranten versuchte, die Polizeikette zu durchbrechen und zu den Teilnehmenden der Versammlung vorzudringen. Die Gruppe übte erheblichen Druck auf die Kette aus und wandte Gewalt gegen die Einsatzkräfte an. Ziel war es offenbar, bis zu den Versammlungsteilnehmern zu gelangen.

Um ein unmittelbares Aufeinandertreffen zu verhindern, mussten die Polizisten unmittelbaren Zwang anwenden. Nach einer ersten vorläufigen Auswertung kam es zu rund 200 einzelnen Zwangsanwendungen – darunter das Zurückdrängen und Wegschieben von Personen sowie der Einsatz körperlicher Gewalt und von Pfefferspray. Ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen konnte verhindert werden.

Zwölf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erlitten im Zusammenhang mit dem Einsatz Reizstoffverletzungen. Zur medizinischen Versorgung waren mehrere Rettungswagen im Einsatz. Zu möglichen Verletzungen unter Teilnehmenden der angemeldeten Versammlung oder des Gegenprotests liegen der Polizei bislang keine Erkenntnisse vor.

Die Polizei rekonstruiert derzeit den genauen Ablauf und prüft mögliche Straftaten sowie die Beteiligung einzelner Personen. Abschließende Angaben zur genauen Zahl der beteiligten Personen und zu strafrechtlichen Ermittlungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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