Göttinger Polizei zieht Bilanz: 75 Messer sichergestellt, Brennpunkte unter Kontrolle

Die Polizeidirektion Göttingen intensiviert ihre Sicherheitsmaßnahmen an drei Kriminalitätsschwerpunkten: dem Bahnhofsvorplatz in Hameln, dem Hauptbahnhof und Marienfriedhof in Hildesheim sowie dem Waageplatz und seiner Umgebung in Göttingen. Mit erhöhter Polizeipräsenz, gezielten Kontrollen und konsequenter Strafverfolgung will die Behörde das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken.

An allen drei Orten wurden sogenannte „gefährliche Orte“ nach dem Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz festgelegt. Dies ermöglicht der Polizei, Identitätsfeststellungen und Durchsuchungen unabhängig von konkretem Tatverdacht vorzunehmen. Die Maßnahmen werden von Streifendiensten, Verfügungseinheiten und der Bereitschaftspolizei Niedersachsen regelmäßig durchgeführt.

In Hameln ist der Bahnhofsbereich bereits seit Ende 2023 als gefährlicher Ort eingestuft. Bisherige Bilanz: 470 Personenüberprüfungen auf dem Bahnhofsvorplatz, zwei Schreckschusswaffen, fünf Messer, Schlagringe, illegale Feuerwerkskörper und ein Teleskopschlagstock sichergestellt. Hauptprobleme waren Rohheitsdelikte wie einfache und gefährliche Körperverletzungen sowie Eigentumsdelikte, überwiegend begangen durch Jugendliche und Heranwachsende.

In Hildesheim führten eine signifikante Steigerung bei Raub- und Erpressungsdelikten (26 Fälle), ein versuchter Mord und eine Vergewaltigung im Oktober 2024 zur Einstufung eines gefährlichen Ortes. Bis Ende Juni 2025 wurden mehr als 4.700 Maßnahmen ergriffen: 1.771 Personaliensfeststellungen, 898 Durchsuchungen, zehn Festnahmen, neun Aufenthaltsverbote, sechs Ingewahrsamnahmen und 21 Platzverweise. In 141 Fällen wurden Drogen und Waffen sichergestellt. Die Zahl der Verbrechenstatbestände ist deutlich rückläufig. Ab April 2025 ergänzt eine Videoüberwachung des Bahnhofsvorplatzes das Sicherheitskonzept.

Der Waageplatz in Göttinger Innenstadt fiel lange durch Rohheitsdelikte und Drogenkriminalität auf. In jüngster Zeit kam es vermehrt zu Straftaten mit Waffeneinsatz, etwa eine Auseinandersetzung mehrerer Personen mit Schussabgabe. Die Stadt Göttingen richtete im Februar eine Waffenverbotszone ein, die den Waageplatz, umliegende Straßen, Wege und Plätze umfasst. Im April 2026 erfolgte die Einstufung als gefährlicher Ort. Bilanz bis Ende Juni 2026: 942 Personenüberprüfungen, 36 Messer, eine Axt, ein Baseballschläger und eine Eisenstange sichergestellt. 52 Platzverweise, elf Aufenthaltsverbote, 77 Strafverfahren und 59 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Zwei Verstöße nach dem Waffengesetz und 15 nach dem Betäubungsmittelgesetz wurden geahndet. Am 21. Juli 2026 wurde ein 22-Jähriger festgenommen, der bereits mehrfach wegen Drogenverkaufs in Erscheinung getreten war. Ein Richter ordnete vorläufige Festnahme an; am 22. Juli wurde er dem Haftrichter vorgeführt und zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Ein Tatverdächtiger, der wiederholt gegen Aufenthaltsverbote verstieß, wurde auf Antrag der Polizei mehrere Tage in Langzeitgewahrsam genommen.

Die bedeutendste Erkenntnis der bisherigen Arbeit: Bei anlasslosen Personenkontrollen an den drei Brennpunkten wurden insgesamt 75 Messer sichergestellt – fünf in Hameln, 34 in Hildesheim und 36 in Göttingen. Damit entzog die Polizei potenziell gefährliche Waffen dem Zugriff von Personen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen oder sich in psychischen Ausnahmesituationen befanden.

Die Sicherheitskonzepte werden durch Zusammenarbeit mit der Bundespolizei an den Hauptbahnhöfen, den städtischen Ordnungsdiensten und der Justiz gestärkt. Die Polizei nutzt ein professionelles Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement (FEBM), um Personen zu identifizieren, die möglicherweise schwere Straftaten begehen könnten. Für auffällige Personen, die wiederholt unter Alkoholeinfluß, aggressiv und mit Messern oder gefährlichen Gegenständen in Erscheinung treten, werden strukturiert abgestimmte Maßnahmen wie Gefährderansprachen oder Messertrageverbote eingeleitet. Dieses Konzept der Polizei Niedersachsen ist seit dem 1. April 2026 in Kraft und phänomenunabhängig einsetzbar.

Polizeidirektorin Tanja Wulff-Bruhn betont: „Sicherheit ist Lebensqualität. Uns geht es primär darum, dass sich die Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit auf unseren Straßen, in den Innenstädten und an den Bahnhöfen sicher bewegen können.“ Sie unterstreicht, dass die Polizei nicht wartet, bis schwerste Straftaten begangen werden, sondern aktiv an den Brennpunkten präsent ist. Die Rückmeldungen aus Politik und Gesellschaft seien durchgehend positiv. „Ich bin immer wieder froh, wenn keine unbeteiligten Personen verletzt werden, unsere Kolleginnen und Kollegen aus diesen Einsätzen gesund zurückkehren und mit den Maßnahmen wie den Sicherstellungen von Messern oder anderen gefährlichen Gegenständen wir für ein Mehr an Sicherheit sorgen“, sagte Wulff-Bruhn.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.

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