Zwei Männer sind nach einem Graffiti-Anschlag auf einen Zug in Petershausen festgenommen worden. Am späten Samstagabend (10. Oktober) gegen 22:35 Uhr beobachteten Mitarbeiter der DB Sicherheit, wie drei Männer einen abgestellten Zug im S-Bahn-Abstellbereich großflächig besprühten – auf einer Fläche von insgesamt rund 40 Quadratmetern.
Die DB Sicherheit verständigte daraufhin die Bundespolizei. Im Zuge der Fahndung kam auch ein Polizeihubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim zum Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten zwei der mutmaßlichen Sprayer unweit des Tatortes vorläufig festnehmen: einen 31-jährigen und einen 29-jährigen spanischen Staatsangehörigen. Dem dritten Beteiligten gelang die Flucht; seine Identität ist bislang ungeklärt.
Die Fahndungsmaßnahmen führten zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Die Strecke zwischen Paindorf und Petershausen musste von 22:45 Uhr bis 00:16 Uhr sowie erneut von 00:31 Uhr bis 00:39 Uhr gesperrt werden. Insgesamt waren 27 Züge von den Sperrungen betroffen, wobei sich die Verspätungen auf zusammen 1.166 Minuten summierten.
Der Sachschaden beläuft sich auf rund 2.600 Euro. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, darunter eine erkennungsdienstliche Behandlung mit Fingerabdrücken und Fotos, wurden die beiden Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine Sicherheitsleistung in Höhe von 372 Euro wurde erhoben und ein Zustellungsbevollmächtigter benannt, da beide keinen Wohnsitz im Bundesgebiet haben.
Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung. Die Ermittlungen zur Identität des dritten Tatverdächtigen laufen noch.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Landkreis Dachau kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 339 Sachbeschädigungen. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in München aus: 637 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 450.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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