Zwischen Mittwoch und Freitag (1. bis 3. Juli) haben drei unbekannte Männer in der Griesheimer Zeppelinstraße eine 60-jährige Bewohnerin um Geld betrogen. Die vermeintlichen Handwerker vereinbarten mit der Frau Reparaturen in ihrer Wohnung, führten diese jedoch nur mangelhaft und unvollständig aus – verlangte dann aber einen Wucherpreis für ihre Arbeit. Nach dem Verschwinden der Täter stellte die 60-Jährige fest, dass die angebliche Firma gar nicht existiert.
Die Polizei fahndet nach den drei Betrügern. Alle waren männlich und zwischen 31 und 40 Jahren alt. Zwei der Täter waren deutlich kleiner (geschätzt 1,60 bis 1,70 Meter), schlank gebaut und trugen einen schwarzen Bart. Der dritte Mann war größer (circa 1,70 bis 1,80 Meter) mit kräftiger Statur. Alle drei waren in dunkler Arbeitskleidung unterwegs.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Darmstadt entgegen – Telefon 06151 969-0.
Die Polizei warnt vor dieser weit verbreiteten Betrugsmasche: Betrüger treten als Handwerker auf, sprechen Hausbesitzer gezielt auf vermeintliche Schäden an Fassaden, Dächern, Regenrinnen oder Auffahrten an und bieten spontan deren Behebung an. An der Haustür werden Preise mündlich ausgehandelt – diese sind entweder von vornherein viel zu hoch oder schnellen nach der Arbeit um ein Vielfaches in die Höhe. Die Zahlung erfolgt dann bar vor Ort, oft unter Druck oder mit der Forderung, zum Geldautomaten zu fahren.
Tipps der Polizei zum Schutz:
Seien Sie misstrauisch bei spontanen Angeboten von Handwerkern an der Haustür – lassen Sie sich auch nicht von einer offiziellen Fahrzeugbeschriftung täuschen. Merken Sie sich Firmennamen und Kennzeichen und teilen Sie diese der Polizei mit. Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht werden. Holen Sie wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen können. Unterschreiben Sie Aufträge nur, wenn Sie alles verstanden haben. Verlangen Sie immer eine rechtskonforme Rechnung mit Firmenangabe, Steuernummer und Rechnungsnummer. Sie sind nicht verpflichtet, die Rechnung sofort zu bezahlen – Drohungen mit Polizei oder Inkassounternehmen sind rechtswidrig. Bei Fragen zur Rechnung wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale. Zögern Sie nicht, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.