In der Nacht zum Samstag, 20. Juni 2026, hat ein Großbrand in einem leerstehenden Verwaltungsgebäude im Bereich Industriehäfen die Bremer Feuerwehr an ihre Grenzen getrieben. Der Einsatz dauerte rund zehn Stunden und erforderte einen massiven Kräfteaufwand.
Gegen 21:20 Uhr alarmierten Melder die Feuer- und Rettungswache 5. Die ausrückenden Kräfte erkannten schnell: Über dem leerstehenden Gebäudekomplex stieg starker Rauch auf. Die Brandbekämpfer lokalisierten das Feuer im ersten Obergeschoss – dort brannte Dämmmaterial. Atemschutztrupps drangen sofort in das Objekt vor, um die Flammen zu bekämpfen.
Besondere Herausforderung war die Wasserversorgung: Die Feuerwehrleute mussten Löschwasser im sogenannten Pendelverkehr von einer nahen Wasserentnahmestelle zum Einsatzort transportieren. Die benachbarte Werkfeuerwehr Arcelor Mittal unterstützte die Löscharbeiten durch den Einsatz eines Räumfahrzeugs, um die Zugänglichkeit zum Brandherd zu verbessern.
Gegen 23:40 Uhr meldete der Einsatzleiter: Feuer unter Kontrolle. Doch damit war das Feuer nicht bezwungen. Mehrere Atemschutztrupps führten die Löscharbeiten im Innenangriff die ganze Nacht über fort. Zweimal rückten Freiwillige Feuerwehren an, um die erschöpften Kräfte abzulösen.
Erst um zirka 7:45 Uhr am Samstagmorgen war das Feuer endgültig aus. Eine Kontrollbegehung am Vormittag bestätigte: Keine Glutnester mehr, das Gebäude war sicher.
An dem Einsatz beteiligt waren neben der Feuer- und Rettungswache 5 die Freiwilligen Feuerwehren Bremen-Grambkermoor, -Lesumbrok, -Burgdamm, -Schönebeck, -Farge, -Neustadt und -Lehesterdeich. Um den Grundschutz im Einsatzbereich sicherzustellen, besetzte die Freiwillige Feuerwehr Burgdamm zwischenzeitlich die Wache 5.
Hinweis: Parallel zu diesem Einsatz dauerte ein weiterer Großeinsatz in der Martinistraße (ab 22. Juni 2026) noch bis in die Nacht an.