Großeinsatz am Bahnhof Northeim wegen vermeintlicher Schusswaffe – 22-Jähriger mit leerem Holster festgenommen

(Symbolbild)

Ein Mann mit einer vermeintlichen Schusswaffe am Gürtel hat am Freitagnachmittag einen Großeinsatz der Polizei in Göttingen und Northeim ausgelöst. Der 22-Jährige wurde schließlich widerstandslos festgenommen – bei ihm fanden die Beamten nur ein leeres Waffenholster und ein Pfefferspray in Pistolen-Form.

Gegen 14:31 Uhr meldete ein Zeuge über den polizeilichen Notruf eine männliche Person mit einer Schusswaffe in einem Holster am Gürtel am Bahnhofsvorplatz in Göttingen. Sofort rückten Polizisten der Polizeiinspektion Göttingen, der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei Göttingen zum Bahnhof aus.

Vor Ort konnten die Beamten die beschriebene Person jedoch nicht antreffen. Nach Sichtung von Videoaufzeichnungen teilte die Bundespolizei mit, dass der Mann in einen Zug in Richtung Northeim eingestiegen war.

Daraufhin wurden alle verfügbaren Polizisten aus Northeim zum dortigen Bahnhof entsandt. Aufgrund der starken Frequentierung vor Ort räumten die Beamten den gesamten Bahnhof und alle Gleise. Als der Zug in Northeim gestoppt wurde, durchsuchten die Polizisten das Fahrzeug und trafen den 22-jährigen Verursacher an.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann tatsächlich einen Einsatzgürtel mit einem leeren Waffenholster bei sich trug. In seinem Rucksack befand sich ein Pfefferspray in Form einer Schusswaffe. Der 22-Jährige wurde zur weiteren rechtlichen Prüfung zur Northeimer Polizeidienststelle gebracht und nach Abschluss aller Maßnahmen vor Ort entlassen.

Die Bahnhof- und Gleissperrung wurden um 15:40 Uhr wieder aufgehoben. Nach Angaben der Polizei bestand zu keiner Zeit eine Gefahren- oder Bedrohungslage.

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