In der Nacht von Freitag auf Samstag rückten Polizei, Feuerwehr und DLRG zu einem Großeinsatz an die Alte Rheinbrücke in Konstanz aus. Gegen 22 Uhr hatte ein Notrufanrufer eine mögliche Person im Wasser gemeldet.
Mehrere unabhängige Zeugen berichteten übereinstimmend, dass ein schwerer Gegenstand von der Brücke in den Rhein gefallen sei und dabei einen lauten Aufprall verursacht habe. Wegen dieses Geräuschs konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass jemand ins Wasser gestürzt sein könnte.
Einsatzkräfte der DLRG durchsuchten daraufhin den Bereich der mutmaßlichen Unfallstelle sowie die nähere Umgebung bis zum Rheinstrandbad intensiv. Sie konnten keine Person im Wasser finden. Bei der Suche stießen sie jedoch auf zwei Gegenstände: einen City-Roller ohne Akku und ein Stahlrohr mit einer Länge von etwa zwei Metern und einem Durchmesser von rund 15 Zentimetern.
Um herauszufinden, welcher Gegenstand das Geräusch verursacht hatte, stellten die Einsatzkräfte den Aufprall beider Gegenstände nach. Der City-Roller kam als Ursache nicht infrage. Das Stahlrohr aber entsprach dem Geräusch, das die Zeugen ursprünglich gehört hatten.
Es kam heraus, dass ein ähnliches Rohr bereits vor etwa einem Jahr wegen Korrosionsschäden beanstandet worden war. Die zuständigen Verantwortlichen hatten es daraufhin entfernen lassen, da die Gefahr eines Herabfallens bestanden hatte.
Nach Abstimmung der Einsatzleiter von Polizei, Feuerwehr und DLRG wurde der Einsatz gegen 0.15 Uhr beendet. Eine Person kam nicht zu Schaden.
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