Ein 17-jähriger Schüler hat am Freitagmorgen in Diepholz einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst, weil er sich für einen Mottotag seiner Realschule mit einer Gasmaske und einem Plastikgewehr verkleidet hatte. Gegen 7:50 Uhr meldeten Passanten der Polizei eine männliche Person mit Gasmaske und scheinbarem Gewehr, die sich in der Ostpreußenstraße aufhielt und Richtung Schulgelände ging.
Die Polizei fahndete sofort mit großem Personaleinsatz nach der beschriebenen Person. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass es sich um einen Realschüler handelte, der sich anlässlich des Mottotages an seiner Schule verkleidet hatte. Bei der vermeintlichen Waffe handelte es sich um eine Plastikwaffe, die die Beamten sicherstellten.
Der Jugendliche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seinen Eltern übergeben. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens gegen ihn ein. Eine Gefährdung für andere Personen bestand zu keinem Zeitpunkt.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Imitationen durch ihr täuschend echtes Aussehen bei Außenstehenden Ängste auslösen und zu polizeilichen Einsätzen führen. Besonders für Polizistinnen und Polizisten stelle sich in solchen Situationen die Herausforderung, eine reale Bedrohung von einer ungefährlichen Nachbildung zu unterscheiden. In kritischen Situationen könne dies schwerwiegende Folgen bis hin zum Schusswaffeneinsatz haben.