Großkontrolle auf A1: Zehn Lkw mit gefährlichen Mängeln gestoppt

(Symbolbild)

Bei einer Großkontrolle auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd an der A1 haben Polizei und Kontrollbehörden am Donnerstag zehn von 50 überprüften Lastwagen wegen gefährlicher Mängel aus dem Verkehr gezogen. 18 Kontrollkräfte verschiedener Behörden kontrollierten von 8:30 bis 15:30 Uhr Fahrzeuge des gewerblichen Güterverkehrs.

Den schwerwiegendsten Verstoß stellten die Beamten bei einem Sattelzug mit gefährlichen Abfällen fest. Der 69-jährige Fahrer transportierte Bitumengemisch von einer Baustelle in Wildeshausen nach Bremen – ohne die erforderliche Kennzeichnung als Abfalltransport und ohne Genehmigung für den Transport gefährlicher Abfälle. Das Material lag ungesichert in einem offenen Container, zudem war der Lkw um 2,8 Tonnen überladen. Bei der Überprüfung entdeckten die Kontrolleure verrostete Stabilisatoren und Schwingungsdämpfer an der Zugmaschine. Gegen Fahrer und Firmenverantwortlichen wurden umfangreiche Bußgeldverfahren eingeleitet.

Ein weiterer Sattelzug auf dem Weg von Münster zur Fähre nach Travemünde fiel durch verrutschte Ladung auf. Die 22 Tonnen schweren Papierrollen waren bereits verrutscht, weil sich die Sicherungsmittel gelöst hatten. Zusätzlich hatte der Anhänger einen defekten Reifen. Der 60-jährige Fahrer durfte erst nach ordnungsgemäßer Nachsicherung und Reifenwechsel weiterfahren.

Besonders drastisch waren die Verstöße eines 39-jährigen Lkw-Fahrers, der 24 Tonnen Pasta transportierte. Die Kontrolleure stellten 40 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten fest. Der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung von knapp 1.500 Euro hinterlegen.

Ein weiterer Sattelzug hatte keine gültige Zulassung mehr – der Zulassungsstaat hatte diese außer Kraft gesetzt, weil das Unternehmen seit über einem Jahr keine Versicherungsbeiträge gezahlt hatte. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Auslandspflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

Den Kontrolltag beschloss ein bereits bekannter Fahrer, dessen Sattelzug mit völlig ungesicherten Fahrzeugteilen beladen war. TÜV-Mitarbeiter stuften die Mängel an der Bremsanlage als gefährlich ein. Die Polizei begleitete das Fahrzeug in eine Werkstatt – eine Weiterfahrt war erst nach Reparatur der Bremsen und Ladungssicherung erlaubt.

An der Kontrolle beteiligten sich zwölf Polizisten der Polizeidirektion Oldenburg, zwei Beamte der Bremer Polizei, vier Mitarbeiter des Bundesamts für Logistik und Mobilität sowie zwei TÜV-Nord-Prüfer. Der Schwerpunkt lag auf Verkehrs- und Betriebssicherheit, wobei die meisten Mängel bei Reifen und Ladungssicherung auffielen.

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