Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Montag in Ahaus die Verkehrssicherheit von Radfahrern und Pedelec-Nutzern kontrolliert. Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken führte gemeinsam mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizeihundertschaft aus Gelsenkirchen einen integrativen Fahrradkontrolltag durch.
Die Kontrollen fanden im Rahmen des wiederkehrenden Schwerpunktkontrolltages zur Senkung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrern statt. Der Kreis Borken zählt seit Jahren zu den besonders betroffenen Regionen bei Verkehrsunfällen mit Rad- und Pedelecfahrern. Die Bekämpfung dieser Unfallursachen steht daher weiterhin im Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Kreispolizeibehörde Borken und wird strategisch besonders in den Fokus genommen.
Durch die besondere Einsatzkleidung sowie die eingesetzten Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei dürfte dies bei einigen Bürgern für Verwunderung gesorgt haben. Die Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei diente jedoch ausschließlich der Verstärkung der Verkehrssicherheitsarbeit und der Durchführung umfangreicher Kontrollmaßnahmen.
Neben der Ahndung von Verkehrsverstößen lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Prävention und Aufklärung. So führten die Polizistinnen und Polizisten zahlreiche verkehrsdidaktische Gespräche mit Verkehrsteilnehmern. Darüber hinaus überprüften sie Fahrräder und Pedelecs hinsichtlich möglicher Eigentumsdelikte. Hinweise auf entwendete Fahrräder oder Pedelecs ergaben sich dabei nicht.
Zusätzlich erfolgten gezielte Geschwindigkeitsüberwachungen an neuralgischen Stellen im Stadtgebiet. Dabei stellten die Beamten insgesamt 62 Verkehrsverstöße fest. Davon entfielen 32 Verstöße auf Rad- und Pedelecfahrer. Hierbei wurden neun Verwarnungsgelder erhoben sowie 23 Elternbriefe gefertigt.
Weitere 30 Verstöße wurden bei Autofahrern festgestellt, darunter: 8 Handyverstöße, 3 Verstöße gegen die Gurtpflicht, 2 Verstöße hinsichtlich fehlender Kinderrückhaltesysteme, 2 Verstöße gegen die Ladungssicherung und 2 Fälle des Erlöschens der Betriebserlaubnis.
Darüber hinaus registrierten die Beamten insgesamt 253 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Hieraus resultierten 178 Verwarnungsgelder sowie 75 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Insgesamt hielt die Polizei dabei 92 Fahrzeuge an. Die Kreispolizeibehörde Borken wird auch künftig Schwerpunktkontrollen dieser Art durchführen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen.