Bei einer Großkontrolle in Hemer hat die Polizei gestern 23 Autofahrer dabei erwischt, wie sie während der Fahrt ihr Handy benutzten. Spektakulärer Fund der Beamten: In einem Kastenwagen entdeckten sie rund eine Million unversteuerte Zigaretten.
Die Polizeibeamtinnen und -beamte konzentrierten sich bei der Verkehrskontrolle vor allem auf Ablenkung durch Mobiltelefone und Geschwindigkeitsverstöße. Das Ergebnis: Offenbar ist die Gefahr durch das Smartphone am Steuer bei vielen Verkehrsteilnehmern noch nicht angekommen.
Bei der Geschwindigkeitsmessung schauten die Polizisten ebenfalls genau hin: Von 3.621 gemessenen Fahrzeugen waren fast 10 Prozent zu schnell unterwegs. Die Bilanz: 336 Verwarngelder, 72 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und drei Fahrverbote gegen Raser, die das Tempolimit besonders massiv überschritten.
Der spektakulärste Erfolg ereignete sich gegen 17 Uhr: Die Beamten stoppten einen Kastenwagen, der sich als rollendes mutmaßliches Schmuggel-Depot entpuppte. Rund eine Million unversteuerte Zigaretten – etwa 48.000 Packungen – befanden sich auf der Ladefläche. Die Polizei nahm den Fahrer vorläufig fest und beschlagnahmte das Fahrzeug. Der Fall wurde samt Verdächtigem an den Zoll Dortmund übergeben.
Daneben ahndete die Polizei zahlreiche weitere Verstöße: Zwei gestoppte Fahrer hatten keine Fahrerlaubnis und hätten gar nicht hinter dem Steuer sitzen dürfen. In fünf Fällen war die Fracht von LKW unzureichend gesichert. Drei Brummifahrer verstießen im gewerblichen Güterverkehr gegen Sozialvorschriften.
Die Polizei betont, dass Kontrollen dieser Art auch künftig unangekündigt stattfinden werden, um die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis nachhaltig zu erhöhen.