Bei einer großangelegten grenzüberschreitenden Kontrollaktion in der Region Aachen haben Polizeikräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden am Montag zahlreiche Verkehrs- und Straftatsverstöße festgestellt. Die Schwerpunktkontrollen fanden in der Städteregion Aachen sowie in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen und Düren statt.
An dem Einsatz waren neben den Polizeipräsidien Aachen und Köln auch das Hauptzollamt Aachen, die Bundespolizei, Beamte aus Rheinland-Pfalz sowie belgische und niederländische Polizeikräfte beteiligt. Ziel war die Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr sowie die Verfolgung von Wohnungseinbrüchen, Rauschgiftdelikten, illegaler Einreise und Einschleusung. Ein besonderer Fokus lag auf der Kontrolle des Güterverkehrs.
Allein im Kreis Euskirchen kontrollierten die Polizisten 115 Fahrzeuge und 139 Personen. Dabei stellten sie 41 Verkehrsordnungswidrigkeiten fest. Bei einem 30-jährigen Rumänen ergaben sich Hinweise auf Drogenkonsum – ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Zusätzlich wurden bei ihm Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt. Zur Verfahrenssicherung musste er 1.000 Euro Kaution hinterlegen.
Zwei weitere rumänische Staatsangehörige fuhren mit einem Auto, dessen Besitzverhältnisse ungeklärt waren. Aufgrund polizeilicher Erkenntnisse stellten die Beamten das Fahrzeug sicher und entließen die Männer nach Abschluss der Maßnahmen.
Erhebliche Mängel stellten die Kontrolleure bei Lastwagen fest: Bei einem 40-Tonner waren die transportierten Reifen nicht ordnungsgemäß gesichert. Dem 30-jährigen rumänischen Fahrer untersagten die Polizisten die Weiterfahrt, bis der verkehrssichere Zustand hergestellt ist. Bei einem 7,5-Tonnen-Lkw waren die geladenen Kabelrollen nahezu ungesichert. Der 45-jährige bulgarische Fahrer zahlte ein Bußgeld vor Ort. Da die Ladung weder nachgesichert noch umgeladen werden konnte, legten die Beamten eine Radkralle an – die Weiterfahrt bleibt bis zur ordnungsgemäßen Ladungssicherung untersagt.
Ein weiterer Verstoß betraf einen Schrotthändler: Sein Fahrzeug war nicht ordnungsgemäß zugelassen und wies weitere Mängel auf. Das Auto wurde sichergestellt, gegen den 30-jährigen rumänischen Fahrer leiteten die Polizisten Verfahren ein. Er musste 500 Euro Sicherheitsleistung zahlen.
Insgesamt stellten die Beamten zwei Fahrzeuge wegen fehlender Verkehrssicherheit oder erheblicher Mängel sicher. Die beteiligten Behörden bewerteten die Kontrollmaßnahmen als wichtigen Beitrag zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Euregio Maas-Rhein.
Die euregionale Polizeizusammenarbeit organisiert sich Bei den „NeBeDeAgPol“ (Niederländisch/Belgisch/Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Polizei). Die Planung und Durchführung gemeinsamer Einsätze gehört zu deren Kernaufgaben. Die Kontrollaktion stand nicht im Zusammenhang mit den derzeit obligatorischen Grenzkontrollen der Bundespolizei.