Großkontrolle: Polizei deckt gefährliche Mängel bei Lastkraftwagen auf

(Symbolbild)

Langenberg – Bei umfangreichen Kontrollen des Schwerlastverkehrs hat die Polizei Gütersloh am Donnerstag (09.07.) erhebliche Sicherheitsmängel aufgedeckt. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), der Bezirksregierung Detmold und dem Veterinäramt Gütersloh überprüften die Einsatzkräfte zwischen 07:30 und 14:00 Uhr auf einem Firmenparkplatz an der Lippstädter Straße im Ortsteil Benteler insgesamt 53 Fahrzeuge des gewerblichen Güterverkehrs.

Im Fokus standen die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, die ordnungsgemäße Ladungssicherung, mögliche Überladungen, Tiertransporte, Lebensmittelüberwachung, abfallrechtliche Vorschriften und die Gefahrgutüberwachung. Dabei stellten die Kontrollkräfte insgesamt 29 Verstöße fest.

Das gravierendste Problem entdeckten die Lebensmittelkontrolleure bei einem Kühltransporter: Das transportierte Rindfleisch war nicht ordnungsgemäß gekühlt. Die Temperatur betrug 15 Grad Celsius – deutlich über den zulässigen Höchsttemperaturen. Schuld war ein defektes Kühlaggregat, das die Kühlkette unterbrochen hatte. Die Kontrolleure beschlagnahmten die gesamte Ladung und verplombten das Fahrzeug. Der Fahrzeugführer durfte nur zur Rückfahrt zu seinem Betriebssitz weiterfahren, wo das Fleisch unter Aufsicht fachgerecht entsorgt werden musste. Die bereits belieferten Kunden wurden informiert, damit auch dort die ausgelieferte Ware vorsorglich vernichtet werden kann. Gegen den verantwortlichen Betrieb wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Ein weiterer Lkw fiel durch erhebliche technische Mängel auf: Zwei Reifen waren vollständig abgefahren, die Stahldrähte bereits sichtbar. Die Reifen waren porös und etwa neun Jahre alt. Aufgrund der erheblichen Gefährdung der Verkehrssicherheit untersagten die Beamten die Weiterfahrt bis zur Beseitigung des Mangels.

Bei einem Pkw mit Anhänger, der Heizöl in einem IBC-Container transportierte, fehlte die vorgeschriebene Gefahrgutausrüstung und die erforderliche Gefahrgutkennzeichnung. Zudem war die Ladung unzureichend gesichert. Gegen den Fahrzeugführer wurde ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.

In der Kategorie der Sozialvorschriften im Straßenverkehr wurden sechs Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, vier weitere Verstöße wurden mit Verwarnungsgeldern geahndet. Die Kontrollkräfte stellten außerdem sechs Verstöße gegen die Vorschriften zur Ladungssicherung sowie zwei Überladungen fest. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität führte zusätzlich 346 Mautkontrollen bei Lastkraftwagen durch und leitete zwei Verfahren wegen mautrechtlicher Verstöße ein. Die übrigen festgestellten Verstöße waren geringfügiger Natur und wurden mit Verwarnungsgeldern geahndet.

Die Polizei Gütersloh kündigt an, zukünftig regelmäßig gemeinsam mit verschiedenen Kooperationsbehörden Kontrollen im Bereich des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs durchzuführen. Die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Schwerlastverkehr bleibt dabei ein Schwerpunkt.

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