Polizei Berlin und serbische Behörden sind gemeinsam gegen ein großes Betrugsnetzwerk vorgegangen. Am 7. Oktober 2026 vollstreckten die Ermittler drei Durchsuchungsbeschlüsse in Serbien gegen zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren sowie eine 25-jährige Frau. Sie sollen bei Beihilfe zum Computerbetrug in mehr als 18.000 Fällen beteiligt sein. Die beiden Männer wurden nach bereits bestehenden Haftbefehlen festgenommen.
Am selben Tag durchsuchten Beamte in Charlottenburg-Wilmersdorf und Hessen die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten im Alter von 23 und 41 Jahren. In Nordrhein-Westfalen führte die Staatsanwaltschaft Köln Durchsuchungen an 14 weiteren Wohnadressen durch, die mit den Berliner Ermittlungen zusammenhängen.
Die Ermittler werfen den fünf Beschuldigten vor, Voice-over-IP-Dienstleistungen bereitgestellt zu haben – also Telefonverbindungen über das Internet. Mit dieser Infrastruktur konnten Betrüger Anrufe mit gefälschten Rufnummern tätigen. So imitierten sie Bankmitarbeiter oder Polizeibeamte und betrogen ahnungslose Menschen. Nach bisherigen Erkenntnissen gingen mindestens 600.000 Anwahlversuche von der Infrastruktur aus. In 70 Fällen konnten die Ermittler Schäden in einer Gesamthöhe von etwa 764.000 Euro nachweisen.
Die Staatsanwaltschaft Berlin geht davon aus, dass es sich um den größten Anbieter dieser illegalen Dienste im deutschsprachigen Raum handelt. Die Beschuldigten sollen mit dem Service mehr als 1,6 Millionen Euro eingenommen haben. Die Ermittlungen begannen im Februar 2025. Inzwischen wurden die Domains, Server, Telegram-Accounts und weitere technische Infrastruktur der Plattform beschlagnahmt und abgeschaltet.
Die beiden in Serbien festgenommenen Männer sollen nach Deutschland überstellt werden. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat dazu ein entsprechendes Ersuchen an die serbischen Behörden übermittelt.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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