Mit mehreren dutzend Polizistinnen und Polizisten hat die Lüneburger Polizei am frühen Morgen des 28. Mai fünf Wohnungen im Stadtgebiet durchsucht. Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen gegen Betäubungsmittelkriminalität im Innenstadtbereich.
Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hatte zuvor vier Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht beantragt, die dann umgesetzt wurden. Durch detaillierte Auswertungen vorheriger Ermittlungsverfahren und Hinweise gerieten vier Wohnungen in den Fokus des Zentralen Kriminaldienstes der Lüneburger Polizei. Bei diesen bestand der Verdacht, dass dort Betäubungsmittel gelagert und in entsprechenden Mengen an einzelne Dealer ausgehändigt worden waren. Diese sollen die Drogen insbesondere im Lüneburger Innenstadtbereich verkauft haben.
In den frühen Morgenstunden begaben sich Polizistinnen und Polizisten der Verfügungseinheiten aus Lüneburg, Celle und dem Heidekreis zu den Objekten und sicherten den Zugang für die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes. Zwei Rauschgiftspürhunde unterstützten die Maßnahmen vor Ort.
Die Polizei beschlagnahmte in den Objekten diverses Verpackungsmaterial, Handelsutensilien sowie rund ein dutzend Handys. In einer der Wohnungen wurde Kokain sowie eine Bargeldsumme von 1600 Euro bei einem polizeibekannten 31-jährigen Mann festgestellt. Eine Durchsuchung seiner Wohnung wurde im Anschluss an die ersten Maßnahmen durchgeführt.
Alle angetroffenen Personen wurden nach den strafprozessualen Maßnahmen entlassen. Die Auswertung der Datenträger und Spuren sowie die weitere Ermittlungsarbeit dauert an.