Großrazzia gegen Drogenring: Polizei hebt zwei Cannabis-Plantagen aus

Diebesgut

Bei einer großangelegten Razzia hat die Polizei Recklinghausen am Donnerstag, 30. Juli, zwei Drogenplantagen in der Region hochgenommen. Die Einsatzkräfte durchsuchten mehrere Wohnungen und Gewerbehallen in Marl, Haltern am See und Duisburg und nahmen vier Männer fest. Gegen sie wird wegen bandenmäßigen Anbaus, der Herstellung und des Handels von Cannabis in nicht geringer Menge ermittelt.

An der Bergstraße in Marl entdeckten die Polizistinnen und Polizisten eine erste Cannabisplantage. Vor Ort stellten sie zwei Tatverdächtige – einen 25-Jährigen und einen 31-Jährigen aus Tunesien – und nahmen sie fest. In der Halle fanden die Beamten zudem größere Mengen Chemikalien und typische Geräte, die nach bisherigem Ermittlungsstand zur Herstellung von Betäubungsmitteln verwendet wurden. Mit Unterstützung der Feuerwehr und einer Fachfirma werden die Fässer und Kanister nach Beweissicherung entsorgt. Diese Arbeiten dauerten zum Zeitpunkt der Meldung noch an.

Eine zweite Cannabisplantage fanden die Beamten in Haltern am See in einem Firmengebäude am Münsterknapp. Hier verhafteten sie einen 31-jährigen Albaner. In Duisburg stellte die Polizei in zwei Wohnungen weitere Beweismittel sicher, darunter mehrere Mobiltelefone.

Ein vierter Tatverdächtiger – ein 66-Jähriger aus Deutschland – wurde ebenfalls verhaftet. Die Polizei Wesel nahm diesen Mann in Duisburg fest. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor, und er steht in Verbindung mit dem Ermittlungsverfahren im Kreis Recklinghausen.

Alle drei Beschuldigten wurden am Donnerstag dem Amtsgericht Essen vorgeführt. Für jeden von ihnen erließ das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl. Die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen und der Polizei Recklinghausen dauern an.

Bei dem Großeinsatz am Donnerstagmorgen waren neben der Bereitschaftspolizei Recklinghausen auch zwei Diensthunde und das Landeskriminalamt NRW (LKW NRW) im Einsatz.

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