Großrazzia in Elmshorner Innenstadt: Drogenhandel im Fokus

Diebesgut

Die Kriminalpolizei Elmshorn hat am 14. und 15. September 2026 eine umfangreiche Verbundkontrolle in der Elmshorner Innenstadt durchgeführt. Beamte führten Durchsuchungen und Kontrollen in mehreren Geschäften durch, nachdem die Bevölkerung Hinweise auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln und Waffen gegeben hatte. Diese Verdachtsmomente erhärteten sich im Laufe der vorausgegangenen Ermittlungen.

Das Amtsgericht Itzehoe hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe insgesamt elf Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Darunter befanden sich drei geschäftliche Adressen vornehmlich in der Elmshorner Innenstadt sowie acht Privatanschriften im Großraum Elmshorn.

Bei der Durchführung der Maßnahmen unterstützten der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Elmshorn, die Lebensmittelaufsicht des Kreises Pinneberg und weitere Behörden die Kriminalbeamten. Die Einsatzkräfte stellten zahlreiche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Hinweise auf illegalen Waffenhandel ergaben sich bei den Maßnahmen jedoch nicht.

Zwei Männer konnten im Rahmen der Durchsuchungen mit Betäubungsmittelhandel in Verbindung gebracht werden. Gegen einen 39-Jährigen mit türkischer Staatsangehörigkeit und einen 38-Jährigen mit irakischer Staatsangehörigkeit, beide aus Elmshorn, leitete die Polizei Strafverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln ein.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 39-Jährigen stellten die Beamten Bekleidungsstücke, eine Uhr und einen Ring sicher, deren Herkunft noch ungeklärt ist. Die Kriminalpolizei prüft, ob diese Gegenstände aus Straftaten im Bereich Elmshorn oder anderswo stammen.

Während des Einsatzes deckten die Beamten zudem drei ausländerrechtliche Verstöße auf. Drei Männer türkischer und irakischer Staatsangehörigkeit im Alter von 23, 28 und 33 Jahren hielten sich unerlaubt in der Bundesrepublik auf und gingen ohne Aufenthaltstitel einer Erwerbstätigkeit nach. Zwei Fälle wurden an die zuständigen Zuwanderungsbehörden übergeben. In einem Fall wurde die Abschiebehaft durch das Amtsgericht Neumünster gegen Auflagen ausgesetzt.

Die Mitarbeiter der Lebensmittelaufsicht stellten zudem in einem Imbiss in Bahnhofsnähe erhebliche Mängel bei den Hygienestandards fest. Sie ordneten daraufhin die sofortige vorübergehende Schließung des Schnellrestaurants an.

Die Verbundkontrolle erfolgte im Rahmen der BAO SuSi (Besondere Aufbauorganisation Subjektive Sicherheit). Dieses Programm der Polizeidirektion Bad Segeberg intensiviert die vernetzte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden. Ziel ist es, Verstöße auf unterschiedlichen Rechtsgebieten zeitnah und mit minimalem bürokratischen Aufwand bei den beteiligten Behörden einzuleiten.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Pinneberg kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 133 Rauschgiftdelikte. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Hamburg aus: 501 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 168.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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