Bei groß angelegten Überprüfungen in Gütersloh haben Behördenvertreter am Freitag, 3. Juli, in 16 Gastronomiebetrieben erhebliche Verstöße und Mängel festgestellt. Die Kontrolleure leiteten daraufhin mehrfach ordnungsrechtliche, strafrechtliche und steuerrechtliche Verfahren ein. Besonders besorgniserregend waren die hygienischen Zustände in einigen Lokalen.
An den gemeinsamen Maßnahmen zwischen 16.30 und 23.00 Uhr beteiligten sich das Hauptzollamt, das Ordnungsamt der Stadt Gütersloh, die Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh, die Steuerfahndung, die Ausländerbehörde und die Polizei Gütersloh. Es war bereits die wiederholte Kontrollaktion dieser Art.
Bei zwei Betrieben bestand der Verdacht der illegalen Beschäftigung mehrerer Mitarbeiter. Das Hauptzollamt leitete dort entsprechende Verfahren ein. In weiteren Gaststätten fielen Unstimmigkeiten in den Kassensystemen auf, weshalb Sonderprüfungen angeordnet wurden.
In zwei Kiosken beschlagnahmten die Kontrolleure insgesamt etwa 200 E-Zigaretten, da diese nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. In einem Kiosk fanden sich zudem größere Mengen abgelaufener, aber verkaufsfertiger Fleischwaren in den Tiefkühltruhen.
Die Lebensmittelüberwachung ordnete in zwei Gastronomien weitere Betriebsprüfungen an. In einem Restaurant stellten die Kontrolleure vermeintlich Mäusekot sowie einen grundlegend schlechten Hygienezustand im Küchenbereich fest. In einem anderen gastronomischen Betrieb lagerten mehrere Kilogramm ungekühltes Fleisch in den Kellerräumen, obwohl die Temperaturen in den vergangenen Tagen problematisch hoch waren.
Die kooperativen Kontrollen werden künftig in unregelmäßigen Abständen im Rahmen des polizeilichen Präsenzkonzepts „Sicherheit im Kreis“ fortgesetzt.
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