Haftbefehl nach tödlichen Schüssen in Stade – Staatsanwaltschaft wirft Tatverdächtigem sechsfachen Mord vor

via dts Nachrichtenagentur

Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat das Amtsgericht am späten Dienstagnachmittag einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Die Staatsanwaltschaft wertet die Taten als sechsfachen Mord und führt dabei Mordmerkmale wie Heimtücke und niedere Beweggründe an. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.

Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 12 Uhr in der Jugendhilfeeinrichtung an der Dankersstraße in Stade. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann während eines Hilfeplangesprächs plötzlich die Schusswaffe gezogen haben, die er mitgebracht hatte, und auf mehrere anwesende Mitarbeiter der Einrichtung sowie des Jugendamtes der Region Hannover geschossen haben. Sein erklärtes Ziel war nach Darstellung der Behörden, diese zu töten. Insgesamt fünf der sechs Opfer starben noch an der Einsatzstelle, das sechste Opfer erlag seinen Verletzungen später im Krankenhaus.

In Bezug auf zwei tatverdächtige Frauen hat die Staatsanwaltschaft keinen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Sie wurden aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen dauern an, wobei die Polizei mit der Haftentscheidung zur besonderen Aufbauorganisation einer Mordkommission übergegangen ist.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass aus ermittlungstaktischen Gründen sowie zum Schutz der Opfer und ihrer Angehörigen derzeit keine weiteren Informationen veröffentlicht werden.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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