Hakenkreuz-Schmierereien in Ermsleben und Ilsenburg – Polizei ermittelt wegen Verfassungsfeindlichkeit

(Symbolbild)

Am Dienstag stellte die Polizei in zwei Orten im Harz verfassungsfeindliche Symbole fest: In Ermsleben waren vier Hakenkreuze in eine Sitzraufe eingebrannt worden, in Ilsenburg fanden sich entsprechende Schmierereien am Bahnhof.

In Ermsleben entdeckten Polizisten gegen 13:00 Uhr während ihrer Streife in der Weberstraße die vier Hakenkreuze und ein weiteres verfassungsfeindliches Symbol auf einer überdachten Sitzraufe. Unbekannte hatten die Hakenkreuze in das Holz eingebrannt, das weitere Symbol mit schwarzem Faserstift aufgemalt. Die Stadt Falkenstein wurde beauftragt, die Symbole unkenntlich zu machen.

Etwa eine Stunde später, gegen 14:15 Uhr, meldete ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn in Ilsenburg weitere verfassungsfeindliche Symbole. Am Bahnhof in der Karl-Marx-Straße hatten Unbekannte ein Hakenkreuz und eine Parole einer verfassungsfeindlichen Organisation mit schwarzem Faserstift an eine Seitenwand eines Bahnsteiges geschmiert.

Das Verwenden von Hakenkreuzen als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist nach §86a StGB strafbar. Die Polizei leitete in beiden Fällen Ermittlungsverfahren ein und bittet Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder tatverdächtigen Personen geben können, sich beim Polizeirevier Harz in Halberstadt unter 03941/674-293 zu melden.

Ebenfalls am Dienstag ereignete sich gegen 15:00 Uhr in Thale ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten. An der Einmündung L 92/Suderöder Straße wollte eine 60-Jährige mit ihrem Skoda nach links in Richtung Neinstedt abbiegen und übersah dabei eine vorfahrtberechtigte 39-Jährige, die auf der L 92 aus Richtung Neinstedt kam. Bei dem Zusammenstoß wurden die 60-Jährige und eine 14-jährige Mitfahrerin im Auto der 39-Jährigen leicht verletzt. Die 14-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von schätzungsweise 9.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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