Hamm: 40-Jähriger fällt auf raffinierten Phishing-Betrug herein

(Symbolbild)

Ein 40-jähriger Hammer ist Opfer eines ausgefeilten Internetbetrugs geworden. Der Mann hatte einen Artikel über die Verkaufsplattform „Kleinanzeigen“ zum Verkauf angeboten, als er am Montag, 3. August, eine verdächtige Nachricht erhielt.

Die Nachricht stammte nach eigenen Angaben vom Support der Website und teilte dem Mann mit, dass jemand seinen Artikel gekauft habe. Das Geld sei allerdings eingefroren und könne nur freigegeben werden, wenn er seine Kreditkarte verifiziere. Der 40-Jährige folgte dieser Anweisung.

Daraufhin erhielt er mehrere Push-Nachrichten, die ihn zu seinem Online-Banking weiterleiteten. Dort wurde er aufgefordert, mehrere Abbuchungen zu bestätigen, um an das angeblich zurückgehaltene Geld der vermeintlichen Käuferin zu gelangen. Der Mann folgte auch diesen Anweisungen – mit fatalen Folgen. Statt einer Rückerstattung des abgebuchten Betrags im unteren vierstelligen Bereich verschwand das Geld.

Nachdem der 40-Jährige den Betrug bemerkte, handelte er schnell: Er kontaktierte seine Bank, ließ seine Kreditkarte sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei Hamm.

Das Polizeipräsidium Hamm nutzt den Fall als Anlass zu warnen: Phishing gehört zu den häufigsten Formen des Online-Betrugs. Kriminelle versuchen dabei, über E-Mails, Kurznachrichten oder gefälschte Websites an persönliche Daten zu gelangen – um damit Konten zu plündern, Identitätsdiebstahl zu begehen oder fremde Accounts zu übernehmen. Besonders tückisch: Oft werden die benötigten Daten zunächst über Plattformkontakte beschafft, wie in diesem Fall.

Die Betrüger nutzen dabei ein raffiniertes Trick: Die Links in ihren Nachrichten führen auf Websites, die bekannten Marken oder Unternehmen nachempfunden sind. Indem sie im Link Bestandteile des echten Unternehmensnamens verwenden, suggerieren sie Authentizität. Auf diesen gefälschten Seiten werden Opfer dann entweder zur Eingabe von Zahlungs- oder Zugangsdaten aufgefordert oder dazu verleitet, aktiv Zahlungen zu tätigen.

Weitere Informationen zum Thema Phishing finden sich auf der Website polizei-beratung.de.

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