Die Polizei Hamm hat am Donnerstag, 25. Juni, einen großangelegten Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung von E-Scooter- und Pedelec-Diebstählen durchgeführt. Von 9 bis 17 Uhr kontrollierten die Beamten insgesamt 113 Fahrzeuge im Innenstadtbereich und ahndeteten zahlreiche Verstöße.
Ein besonderer Erfolg war die Sicherstellung eines gestohlenen E-Scooters, der zur Fahndung ausgeschrieben war. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte mehrere Strafanzeigen aus – wegen fehlender Pflichtversicherung, Verstößen gegen das Fahrerlaubnisrecht, das Zulassungsrecht sowie das Betäubungsmittelgesetz. Knapp 50 Verwarngelder erhoben die Polizisten gegen Fahrer, die in der Fußgängerzone oder auf Radwegen in falscher Fahrtrichtung unterwegs waren. Bei zwei Personen lagen Haftbefehle vor; die fälligen Beträge konnten vor Ort bezahlt werden.
Neben der Ahndung von Verkehrsverstößen führten die Beamten ausführliche Gespräche mit Nutzern und informierten sie über wirksame Diebstahlsicherung für E-Scooter und Pedelecs.
Ein zweiter Schwerpunkt lag im Bereich des Heidewegs an der Konrad-Adenauer-Realschule. Dort fielen den Beamten ein 17-jähriger E-Scooter-Fahrer und ein 16-jähriger Kleinkraftradfahrer auf, weil sie augenscheinlich deutlich zu schnell unterwegs waren. Der Verdacht bestätigte sich bei anschließenden Messungen durch Verkehrsdienstler.
Die Yamaha des 16-Jährigen war technisch so umgebaut worden, dass sie bis zu 70 Kilometer pro Stunde fahren konnte – 25 km/h mehr als erlaubt. Der E-Scooter des 17-Jährigen erreichte bei der Kontrolle 54 km/h und fuhr damit fast dreimal so schnell wie gesetzlich zulässig.
Beamte der Kriminalpolizei führten zudem eine Wohnungsdurchsuchung bei einem 33-jährigen Mann auf der Wilhelmstraße durch. Sie stellten elf hochwertige Laptops im Gesamtwert von etwa 20.000 Euro sicher. Nach Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der Tatverdächtige entlassen.
Die Polizei Hamm kündigte an, auch zukünftig weitere Einsätze dieser Art im gesamten Stadtgebiet durchzuführen.
