Bei einer großangelegten gemeinsamen Kontrollaktion haben die Landeshauptstadt Hannover, der Zoll und die Polizei Hannover am Freitag zahlreiche Verstöße in Gewerbebetrieben aufgedeckt. Die Beamten überprüften insgesamt 15 Betriebe in mehreren Stadtteilen im Westen Hannovers.
Ziel der Maßnahmen war die Überwachung gewerbe-, steuer-, jugendschutz- und ordnungsrechtlicher Vorschriften. Dabei stellten die Kontrollkräfte eine Vielzahl von Verstößen fest – darunter gegen das Jugendschutzgesetz, die Gewerbeordnung, das Verpackungsgesetz, das Niedersächsische Bauordnungsrecht sowie steuerrechtliche Vorschriften. Die jeweils zuständigen Behörden leiteten entsprechende Verfahren ein.
Besonders schwerwiegend waren die Funde im Bereich illegalen Glücksspiels. Die Polizistinnen und Polizisten beschlagnahmten mehrere Spielautomaten und leiteten Strafverfahren ein. Zudem stellten sie Lachgasprodukte sicher, deren Verkauf gegen geltende Vorschriften verstieß. Der Verkauf von Lachgas zu Konsum- und Rauschzwecken ist seit Anfang April dieses Jahres verboten.
Besondere Bedeutung erlangte die Kontrolle eines Gewerbebetriebes im Stadtteil Ricklingen. Dort ergaben sich Hinweise auf den unerlaubten Handel mit Kokain und Cannabis. Die Beamten beschlagnahmten mutmaßliches Kokain, Cannabis, Bargeld, Mobiltelefone, Messer sowie eine Feinwaage. Anschließend erfolgten Durchsuchungen von Wohnungen und Fahrzeugen. Die Ermittlungen laufen noch.
Die Bilanz des Einsatzes umfasst insgesamt elf eingeleitete Strafverfahren. Dazu zählen unter anderem zwei Fälle des illegalen Glücksspiels, zwei Verstöße gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz sowie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Kokain. Darüber hinaus stellten die beteiligten Behörden zahlreiche Ordnungswidrigkeiten fest.