Hannover: E-Scooter-Fahrer flieht vor Polizei und rammt Streifenwagen

(Symbolbild)

In der Nacht zum Samstag, 20. Juni, hat die Polizei Hannover im Rahmen ihrer Schwerpunktwoche gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gezielte Verkehrskontrollen im Stadtgebiet Langenhagen sowie in angrenzenden Bereichen der Polizeiinspektion Burgdorf durchgeführt. Die Bilanz fällt mit mehreren spektakulären Fällen bemerkenswert aus.

Die Spezialisierten Verfügungseinheit des Zentralen Verkehrsdienstes Hannover kontrollierte insgesamt 24 Fahrzeuge. Für besonderes Aufsehen sorgte ein 21-jähriger E-Scooter-Fahrer. Eine Streifenwagenbesatzung wollte den jungen Mann stoppen, nachdem er eine rote Ampel missachtet hatte. Der Mann ignorierte jedoch die Anhaltesignale und versuchte, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Als die Beamten nach einer kurzen Verfolgung aufschlossen und sich mit dem Streifenwagen neben ihn setzten, lenkte der Mann seinen E-Scooter absichtlich gegen das Polizeifahrzeug. In der Folge verlor er die Kontrolle, stürzte und leistete bei seiner anschließenden Festnahme erheblichen Widerstand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,28 Promille. Dem 21-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. Die Ergebnisse der Blutprobe liegen noch nicht vor.

Zudem stoppten die Einsatzkräfte zwei Pkw-Fahrer, die mutmaßlich unter dem Einfluss von Cannabis standen. Gegen die beiden Männer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und Blutproben angeordnet. Da beide Fahrer keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, behielt die Polizei vor Ort eine Sicherheitsleistung von jeweils 750 Euro ein. Im Laufe des Einsatzes ahndeten die Beamten zudem diverse weitere Verstöße: die Missachtung der Gurtpflicht, rechtswidrige Handynutzung am Steuer sowie das Nichtmitführen erforderlicher Dokumente.

Die Polizei Hannover unterstreicht, dass Alkohol, Drogen und Medikamente am Steuer zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle gehören und ein massives Risiko für alle Verkehrsteilnehmer darstellen. Um gefährliche Fahrten frühzeitig zu unterbinden und die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen, wird die Behörde auch zukünftig konsequent gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen.

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