Die Polizeidirektion Hannover hat am Montag eine neue Strategie zur Früherkennung schwerer Gewalttaten vorgestellt. Bei einer Regionalkonferenz in der Alten Kantine der Polizeidirektion trafen sich Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Behörden und Institutionen, um über das neue Landesrahmenkonzept „Früherkennung und Bedrohungsmanagement“ (FEBM) zu sprechen.
Das Konzept wurde zum 1. April 2026 in der Polizei Niedersachsen eingeführt. Ziel ist es, Personen frühzeitig zu erkennen, von denen ein erhöhtes Risiko schwerwiegender Gewalthandlungen ausgehen könnte. Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten eröffnete die Veranstaltung und betonte: „Die Verhinderung schwerer zielgerichteter Gewalttaten erfordert eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Institutionen. Nur gemeinsam können wir Risiken frühzeitig erkennen und angemessen handeln.“
Das Landeskriminalamt Niedersachsen stellte die Inhalte und Zielsetzungen des neuen Konzepts vor. Dabei wurden insbesondere die standardisierten Abläufe, Kooperationsstrukturen sowie der hohe Stellenwert der behördenübergreifenden Zusammenarbeit erläutert. Anschließend präsentierten sich die zuständigen Beauftragten sowie die Sachbearbeitung FEBM der Polizeidirektion Hannover.
Die Teilnehmenden erhielten Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich im fachlichen Dialog zu aktuellen Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten auszutauschen. Die Einladung richtete sich an die Leitungsebene der kommunalen Verwaltung, der Sozial- und Jugendhilfe, des Gesundheits- und Schulwesens sowie der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden im Raum Hannover.
Die große Beteiligung unterstrich die hohe Relevanz des Themas und das gemeinsame Interesse an einer nachhaltigen Sicherheitskooperation. „Sicherheit kann heute niemand allein gewährleisten – sie entsteht nur durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Institutionen“, resümierte Polizeipräsidentin von der Osten. Sie freue sich über die große Resonanz und den offenen, fachlichen Austausch. Die vielen konstruktiven Beiträge hätten gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Dialog sei und welche wertvollen Impulse daraus entstehen könnten.