Heidekreis: Polizei kontrolliert Kindersicherung in Fahrzeugen – Richtige Rückhalteeinrichtung kann Leben retten

Bei der Sicherung der Kleinsten kommt es auf jedes Detail an. Denn eine falsche oder fehlende Sicherung kann im Ernstfall schwere Folgen haben.

Die Polizeiinspektion Heidekreis hat seit April gezielte Kontrollen an Kindergärten durchgeführt. Der Grund: Hinweise aus mehreren Kindergärten und von Kontaktbeamtinnen und -beamten zeigten, dass Kinder teilweise gar nicht, unzureichend oder sogar stehend während der Fahrt in Fahrzeugen transportiert werden.

Bei den Kontrollen stand zunächst Aufklärung und Beratung im Vordergrund. In vielen Fällen führten Polizistinnen und Polizisten mit Eltern erzieherische Gespräche und erklärten ihnen die Gefahren einer unzureichenden Sicherung. „Bei unseren Kontrollen geht es uns in erster Linie darum, Eltern für die Sicherheit ihrer Kinder zu sensibilisieren. Gerade bei kurzen Fahrten darf die richtige Sicherung nicht zur Nebensache werden. Ein passender Kindersitz und ein richtig angelegter Gurt können im Ernstfall einen entscheidenden Unterschied machen. Daher werden die Kontrollen auch fortgeführt“, sagt Verkehrssicherheitsberaterin Mira Pöllmann.

Kinder benötigen bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern eine geeignete Rückhalteeinrichtung. Welche Sicherung passt, hängt vor allem von Größe und Gewicht des Kindes ab. Für Kinder ab 15 Kilogramm gibt es beispielsweise Sitzerhöhungen mit Rückenlehne, die sich je nach Modell für Kinder bis 36 Kilogramm eignen. Einfache Sitzerhöhungen ohne Rückenlehne sind für Kinder ab 22 Kilogramm und einer Körpergröße von mindestens 1,25 Metern vorgesehen.

Ein Sicherheitsgurt allein bietet kleineren Kindern häufig keinen ausreichenden Schutz. Ohne eine passende Sitzerhöhung kann der Schultergurt beispielsweise am Hals verlaufen und bei einem Unfall Schnitt- oder Strangulationsverletzungen verursachen. Auch der Beckengurt sollte flach über dem Beckenknochen liegen – rutscht er in den Bauchbereich, können bei einem Unfall schwere innere Verletzungen entstehen.

Kindersitze mit Rückenlehne und Kopfstütze bieten zusätzlichen Schutz bei einem Seitenaufprall. Fünfpunktgurte oder Fangschalen können verhindern, dass Kinder bei einem Unfall aus dem Sitz geschleudert werden. Eine unzureichende Sicherung gefährdet nicht nur das Kind selbst – bei einem Aufprall kann ein ungesicherter Körper durch das Fahrzeug geschleudert werden und dadurch auch andere Insassen erheblich verletzen.

Nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht bleiben 83 Prozent der gesicherten Kinder bei einem Unfall unverletzt. Ungesicherte Kinder haben ein deutlich höheres Risiko, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder getötet zu werden.

Die Polizeiinspektion Heidekreis appelliert an Eltern und andere Personen, die Kinder im Auto befördern, auf eine alters-, größen- und gewichtsgerechte Rückhalteeinrichtung zu achten und diese konsequent zu nutzen. Weitere Informationen rund um Kindersitze und die sichere Beförderung von Kindern im Auto gibt es beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat unter dvr.de.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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