Herrenlose Koffer sperren Bahnhof Görlitz – zwei Züge verspätet

(Symbolbild)

Zwei herrenlose Hartschalenkoffer haben am Samstag, 29. August 2026, am Bahnhof Görlitz zu erheblichen Behinderungen des Reiseverkehrs geführt. Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf entdeckte die Gepäckstücke gegen 15:56 Uhr in der Unterführung des Bahnhofs im Bereich der Fahrradständer.

Da sich trotz Lautsprecherdurchsagen kein Eigentümer meldete, sperrte die Bundespolizei den Bereich vom Haupteingang bis zur Unterführung vorsorglich ab. Gegen 16:43 Uhr mussten zusätzlich die Gleise 7 und 8 gesperrt werden. Der Zugang über den Südeingang blieb für Reisende offen.

Um Sicherheit zu gewährleisten, kam gegen 17:15 Uhr ein Sprengstoffspürhund zum Einsatz. Das Tier zeigte kein verdächtiges Verhalten. Die Koffer wurden daraufhin geöffnet und überprüft – sie enthielten nur Kleidungsstücke. Die Sperrmaßnahmen konnten gegen 17:23 Uhr aufgehoben werden.

Die Verzögerungen waren erheblich: Zwei Züge verzeichneten zusammen eine Gesamtverspätung von 64 Minuten. Gegen 17:52 Uhr meldeten sich zwei russische Staatsangehörige, die in Weißwasser wohnhaft sind, bei einer Bahnhofsmitarbeiterin und erkundigten sich nach ihren Koffern. Beide verfügen über deutsche Aufenthaltstitel und konnten als Eigentümer der Gepäckstücke identifiziert werden.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass herrenlos abgestellte Gepäckstücke grundsätzlich eine polizeiliche Überprüfung erforderlich machen können. Das kann zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Folgekosten führen. Die Bundespolizei behält sich vor, die Kosten des Einsatzes den Verantwortlichen in Rechnung zu stellen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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