Hessen: 237 Polizisten kontrollieren am ‚Carfreitag‘ 936 Fahrzeuge – 88 km/h zu schnell gefahren

(Symbolbild)

Am bundesweiten Kontrolltag ‚Carfreitag‘ haben 237 Einsatzkräfte der hessischen Polizei 936 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 36 Straftaten sowie 1266 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. In 21 Fällen untersagten die Beamten den Fahrzeugführern die Weiterfahrt.

Der Karfreitag hat sich in den letzten Jahren bei Autoliebhabern, insbesondere unter Tunern, als ‚Carfreitag‘ etabliert – ein fest eingeplanter Termin für Treffen und gemeinsame Ausfahrten. Dieser Tag zieht jedoch immer wieder problematische und gefährliche Verhaltensweisen nach sich, wie illegales Tuning, lärmenden ‚Autoposing‘ und sogar Raserei sowie illegale Autorennen. Um solchen Exzessen entgegenzuwirken, geht die hessische Polizei seit Jahren konsequent vor.

Für die Kontrollen setzte die hessische Polizei hochspezialisiertes Personal und moderne digitale Videotechnik ein. In den sieben hessischen Polizeipräsidien, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, kamen die 237 Einsatzkräfte zum Einsatz. Die Maßnahmen beinhalteten zahlreiche Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Punkten sowie gezielte Fahrzeugkontrollen. Auch Zivilkräfte und Tuning-Spezialisten waren im Einsatz.

Als negativer Spitzenreiter wurde ein Pkw festgestellt, der bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h mit 208 km/h auf einer Bundesautobahn außerhalb geschlossener Ortschaften gemessen wurde.

In Hessen liegt ein besonderes Augenmerk auf der Bekämpfung von gefährlichem Rasen und illegalen Autorennen. Hierfür wurden spezialisierte Kontrollgruppen aufgestellt, die auch neue zivile Videostreifenfahrzeuge einsetzen, um riskantes Fahrverhalten und illegale Rennen zu dokumentieren und zu verfolgen. Im letzten Jahr wurden in Hessen 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen gemäß § 315 d StGB aufgenommen, 2024 waren es 267 Anzeigen.

Innenminister Roman Poseck erklärte: ‚Raser und Profilierungsfahrer sind eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit auf unseren Straßen. Mit ihrem rücksichtslosen und egoistischen Fahrstil gefährden sie andere Verkehrsteilnehmer teilweise sogar lebensbedrohlich. Illegale Autorennen sind keine Bagatellen, sondern Straftaten mit hohem Risiko für Unbeteiligte. Umso wichtiger ist konsequentes Handeln der Polizei.‘ Er betonte, dass die hessische Polizei im vergangenen Jahr 403 Strafanzeigen wegen verbotener Kraftfahrzeugrennen aufgenommen und damit über 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2024 verzeichnet habe. ‚Die Polizei geht konsequent gegen Kraftfahrzeugrennen vor; immer mehr dieser gefährlichen Taten werden entdeckt und verfolgt. Wir werden den Kontrolldruck hochhalten‘, so Poseck weiter.