Hochtaunus: Polizei stellt Informationsplakate gegen Waldbrände am Feldberg vor

Polizeidirektorin Iris Müller & Kreisbrandinspektor Martin Gonder

Die Polizeidirektion Hochtaunus hat am Freitag ein Informationsplakat zu den wiederkehrenden Waldbränden rund um den Feldberg vorgestellt. Die Plakate sollen an neuralgischen Punkten in der Feldbergregion aufgestellt werden, um Besucherinnen und Besucher für das Problem zu sensibilisieren.

Die Feldbergregion zählt seit Jahren zu den beliebtesten Ausflugszielen und Naherholungsgebieten im Hochtaunuskreis. Gerade in den Sommermonaten zieht die Region zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Gleichzeitig kommt es dort seit mehreren Jahren immer wieder zu Waldbränden. Die Kriminalpolizei muss davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil dieser Brände vorsätzlich gelegt wurde und ermittelt wegen Brandstiftung. Dies bleibt weiterhin ein Verbrechenstatbestand mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr.

Diese wiederkehrenden Brände stellen nicht nur eine Gefahr für Mensch, Natur und Tierwelt dar, sondern binden regelmäßig Polizistinnen und Polizisten von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse richtet die Polizei ihren Fokus verstärkt auf die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Gewinnung möglicher Hinweise.

Das entwickelte Informationsplakat soll künftig an neuralgischen Punkten in der Feldbergregion aufgestellt werden – darunter Waldparkplätze, beliebte Ausflugsziele und stark frequentierte Bereiche. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher frühzeitig zu sensibilisieren und Aufmerksamkeit zu schaffen.

Die Polizei bittet insbesondere darum, verdächtige Wahrnehmungen ernst zu nehmen. Dazu zählen etwa auffällige Personen in Waldgebieten, ungewöhnliche Beobachtungen oder Feststellungen, die auf mögliche Brandentstehungen hindeuten könnten. In solchen Fällen wird darum gebeten, unverzüglich und niederschwellig die Polizei zu informieren. Hinweise nimmt die Polizeistation Königstein unter der Rufnummer (06174) 9266-0 entgegen.

„Wer regelmäßig im Wald unterwegs ist, kennt seine Umgebung oft sehr genau und bemerkt Veränderungen oder ungewöhnliche Situationen schneller als andere. Genau diese Aufmerksamkeit kann entscheidend sein. Jeder Hinweis, auch wenn er zunächst unbedeutend erscheint, kann für unsere Ermittlungen wichtig sein und dazu beitragen, weitere Brände zu verhindern“, erklärte Polizeidirektorin Iris Müller, Leiterin der Polizeidirektion Hochtaunus.

Die Vorstellung des neuen Informationsplakats erfolgte am Freitagvormittag am Parkplatz Hohe Mark in Oberursel. Vertreterinnen und Vertreter der Polizei stellten dort gemeinsam mit dem neuen Kreisbrandinspektor des Hochtaunuskreises, Martin Gonder, die Hintergründe der Maßnahme vor. Gonder betonte in diesem Zusammenhang: „Waldbrandeinsätze sind hochgefährlich. Daher unser dringender Appell: Seien Sie bei Spaziergängen im Wald besonders aufmerksam. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette kann einen großen Waldbrand auslösen, erst recht ein absichtlich gelegtes Feuer. Seien Sie daher bitte sensibilisiert für dieses Thema, parken Sie nicht auf Waldwegen und melden Sie Ihre Beobachtungen.“

Mit dem gemeinsamen Auftritt wurde zugleich die enge und bewährte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr im Hochtaunuskreis unterstrichen, die auch bei der Bewältigung von Wald- und Vegetationsbränden eine wichtige Rolle spielt.

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