In Oberhöchstadt ist ein Rentner am Donnerstagabend fast Opfer einer perfiden Betrügerbande geworden. Doch der Senior durchschaute die Masche – und verhinderte damit einen finanziellen Schaden.
Gegen 22 Uhr klingelte das Telefon. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und erklärte dem älteren Mann, die Polizei würde eine Betrügerbande überwachen, die es auf Senioren abgesehen habe. Der Rentner stehe sogar auf einer Liste dieser Kriminellen. Deshalb müsse die Polizei bei ihm zu Hause vorbeischauen, um sein Eigentum zu sichern. Die Betrüger waren gründlich: Sie vereinbarten sogar ein Codewort, damit sich der angebliche Polizist vor der Haustür entsprechend ausweisen könne.
Ein echter Mann erschien dann tatsächlich an der Haustür. Der Rentner ließ ihn ins Haus und zeigte ihm einen Tresor. Derweil führte der Anrufer am Telefon das Gespräch weiter – eine perfekte Ablenkung für einen zweiten Betrüger, der vermutlich Wertsachen erleichtern wollte. Doch der Rentner blieb hellwach. Er erkannte die Betrügerei und konnte so verhindern, dass die Kriminellen Vermögenswerte entwendeten. Der Mann vor Ort verließ das Haus daraufhin fluchtartig.
Die Polizei sucht nun nach dem Tatverdächtigen. Er war etwa 30 Jahre alt, dünn und zwischen 1,85 und 1,90 Meter groß. Das Erkennungsmerkmal: kurze schwarze Haare und ein Schnauzbart. Er sprach akzentfreies Deutsch und trug zum Zeitpunkt der Tat eine lange helle Hose sowie ein schwarzes Langarmhemd.
Zeugen, die den Mann am Mittwochabend in Oberhöchstadt gesehen haben oder Hinweise zur Aufklärung der Tat geben können, werden gebeten, die Polizeistation Königstein unter der Rufnummer (06174) 9266-0 zu kontaktieren.
Die Polizei Hochtaunus warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt wichtige Sicherheitstipps: Wird man von angeblichen Polizeibeamten angerufen und zu persönlichen Daten oder Vermögensangaben befragt, sollte man sofort das Gespräch beenden. Danach selbst die Nummer 110 oder die Dienststelle der Polizei anrufen – allerdings nur mit einer selbst recherchierten Telefonnummer. Erst wenn man auf diesem Weg zweifelsfrei bestätigt hat, dass man wirklich mit der Polizei spricht, können weitere Vereinbarungen wie Codewörter als zusätzliches Erkennungsmerkmal gelten.
Besonders wichtig: Man muss das verdächtige Gespräch immer selbst aktiv beenden, indem man selbst den Hörer auflegt. Die Betrüger setzen eine alte Masche ein: Sie erwecken den Eindruck, das Gespräch sei bereits vorbei, obwohl die Verbindung noch besteht. Wer dann die 110 wählt, ohne vorher selbst aufzulegen, kann unwissentlich immer noch mit den Betrügern verbunden sein – die sich dann als Notruf ausgeben und ihre Täuschung fortsetzen.
Einbruch in Pizzeria
In Burgholzhausen ist zwischen dem 4. und 16. Juli in eine Pizzeria in der Ober-Erlenbacher-Straße eingebrochen worden. Die Täter öffneten gewaltsam eine Kellertür und drangen ins Gebäude ein. Sie erbeuteten eine Kasse sowie zwei Portemonnaies.
Die Polizeistation Bad Homburg ermittelt und nimmt unter der Rufnummer (06172) 120-0 Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen in diesem Zeitraum entgegen.
