Ein 34-jähriger Mann hat am gestrigen Nachmittag in einer U-Bahn der Linie U2 zwei Fahrgäste homophob und fremdenfeindlich beleidigt und körperlich angegriffen. Die Polizei nahm den stark alkoholisierten Täter am Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz fest.
Der Vorfall ereignete sich gegen 17:20 Uhr in einem Zug in Fahrtrichtung Pankow. Der Mann sprach zunächst eine 19-jährige Frau an und forderte sie auf, ihm ihre Kontaktdaten zu geben. Als die junge Frau dies verweigerte, wiederholte der 34-Jährige seine Forderung auf aggressive Weise.
Eine 29-jährige Freundin und ein 33-jähriger Freund stellten sich daraufhin schützend vor die 19-Jährige. Der Angreifer beleidigte den 33-Jährigen zunächst homophob und fremdenfeindlich, bevor er ihm mit der flachen Hand ins Gesicht schlug. Durch den Schlag stieß der Angegriffene mit dem Kopf gegen die Wand. Anschließend trat der Täter der 29-jährigen Frau in den unteren Bauchbereich.
Weitere Fahrgäste hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte fest. Die beiden Angegriffenen klagten über Schmerzen, verzichteten jedoch auf eine medizinische Behandlung.
Eine freiwillige Atemalkoholmessung ergab bei dem Festgenommenen einen Wert von rund 2,6 Promille. Die Einsatzkräfte brachten ihn in ein Polizeigewahrsam, wo ihm auf richterliche Anordnung Blut entnommen wurde. Anschließend wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Der 34-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts der Körperverletzung mit homophobem und fremdenfeindlichen Hintergrund verantworten. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.