Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im Mai deutlich verschlechtert. Die Ifo-Exporterwartungen sanken auf minus 5,5 Punkte, nach minus 1,2 Punkten im April. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Münchner Ifo-Instituts.
„Trotz einer Erholung des Exportgeschäfts im ersten Quartal bleiben die Aussichten schwierig“, erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Die geopolitische Unsicherheit ist weiterhin hoch.“
Besonders stark traf es die Automobilindustrie. Nach vier sehr optimistischen Monaten erwarten die Unternehmen nun rückläufige Exporte. Auch in der Metallindustrie dürften die Auslandsumsätze sinken. Generell stehen die energieintensiven Branchen auf den Weltmärkten unter Druck und rechnen mit Rückgängen.
Gegen den Trend zeigt sich die Elektrobranche weiterhin leicht optimistisch beim Exportgeschäft, wenn auch weniger ausgeprägt als im Vormonat. Auch die Möbelhersteller erwarten steigende Exporte.