Illegales Angeln in Gelsenkirchen: Polizei stellt Wilderer und Angelgeräte sicher

(Symbolbild)

Die Gelsenkirchener Polizei hat am Sonntag, 5. Juli 2026, zwei Fälle von Fischwilderei aufgeklärt. Dabei stellte sich heraus, dass ein 64-Jähriger in beiden Vorfällen verwickelt war – und wurde deshalb gleich zweimal angezeigt.

Den Anfang machte ein nächtlicher Einsatz gegen 2.50 Uhr im Bulmker Park an der Hohenzollernstraße in Bulmke-Hüllen. Polizeibeamte beobachteten zwei Männer, die in einem dortigen Teich angelten. Sobald die Uniformierten ihre Nähe bemerkt hatten, sprangen die beiden auf ihre Fahrräder und flüchteten über Fußwege, die durch Poller für den Autoverkehr gesperrt waren. An der Uferkante fanden die Einsatzkräfte eine selbstgebastelte Reuse und drei tote Fische – Beweis für die illegale Fischerei.

Weniger als 19 Stunden später kam es zum zweiten Vorfall: Gegen 21.35 Uhr meldete ein Zeuge drei Personen an der Kurt-Schumacher-Straße in Schalke-Nord, die am Ufer des Rhein-Herne-Kanals angelten. Die alarmierten Polizeibeamten beobachteten die Szene selbst und näherten sich den Anglern – worauf diese abermals auf Fahrrädern die Flucht ergriff en. Die Beamten konnten die drei Männer jedoch kurz darauf auf der Berliner Brücke einstellen.

Bei der Kontrolle machten die Polizisten eine bemerkenswerte Entdeckung: Der 64-Jährige aus der zweiten Gruppe war derselbe Mann, der in der Nacht zuvor im Bulmker Park illegal geangelt hatte. Alle drei Männer – im Alter von 20, 32 und 64 Jahren und alle aus Gelsenkirchen – konnten keine Berechtigung zum Angeln vorweisen. Gegen alle drei wurde deshalb ein Strafverfahren eingeleitet. Der 64-Jährige muss sich sogar in beiden Fällen verantworten.

Die Beamten stellten mehrere Angelruten sicher, die die Männer mitgeführt hatten. Damit wollen sie weitere Straftaten verhindern. Die Polizei sucht noch nach einem weiteren Beteiligten aus dem ersten Vorfall im Bulmker Park, der damals mit gefl ohen ist. Hinweise nimmt die Polizei Gelsenkirchen unter Telefon +49 (0) 209 365-2011 oder per E-Mail an pressestelle.gelsenkirchen@polizei.nrw.de entgegen.

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