Inflationsrückgang deutet sich ab: Länderdaten zeigen Entspannung

via dts Nachrichtenagentur

Die Inflation in Deutschland sinkt deutlich. Regionale Daten aus fast allen Bundesländern deuten wenige Stunden vor der offiziellen Veröffentlichung neuer Inflationszahlen auf einen signifikanten Rückgang der Teuerungsrate hin.

In Bayern fiel die Inflationsrate von 2,6 Prozent im Mai auf 2,5 Prozent im Juni. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ging die Teuerung jeweils von 2,4 auf 2,1 Prozent zurück. Niedersachsen verzeichnete einen Rückgang von 2,8 auf 2,5 Prozent, Hessen von 2,6 auf 2,3 Prozent. Brandenburg sank von 2,8 auf 2,4 Prozent, Sachsen von 2,8 auf 2,3 Prozent. In Sachsen-Anhalt fiel die Rate von 2,9 auf 2,5 Prozent, in Rheinland-Pfalz von 2,7 auf 2,4 Prozent. Das Saarland verzeichnete einen Rückgang von 3,1 auf 2,8 Prozent. Den stärksten Rückgang meldete Berlin: Hier sank die Inflationsrate von 2,8 Prozent im Mai auf erwartete 2,2 Prozent im Juni.

Haupttreiber der Entspannung sind sinkende Nahrungsmittelpreise. In Nordrhein-Westfalen etwa gingen die Lebensmittelpreise im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück – erstmals seit März 2024 liegen sie damit unter dem Vorjahresniveau. Auch bei Energie zeigen sich gegenläufige Trends: Während Strom in NRW um 4,2 Prozent günstiger wurde und Gas um 1,3 Prozent sank, verteuerte sich Heizöl deutlich um 16,0 Prozent. Kraftstoffe legten insgesamt um 5,6 Prozent zu, wobei Diesel um 8,3 Prozent und Benzin um 4,7 Prozent über dem Niveau von Juni 2025 lagen – trotz des noch gültigen Tankrabatts.

Das Statistische Bundesamt hatte für Mai eine bundesweite Inflationsrate von 2,6 Prozent veröffentlicht. Basierend auf den Länderdaten ist nun ein Rückgang auf 2,2 bis 2,4 Prozent für Juni zu erwarten. Die offizielle Schätzung des Bundesamts wird voraussichtlich gegen 14 Uhr veröffentlicht.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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