Heute, am 9. Juni, wird weltweit der Internationale Tag der Archive begangen. Seit 2008 macht dieser Aktionstag auf die wichtige Rolle von Archiven als Hüter des kulturellen und historischen Erbes der Menschheit aufmerksam. Initiiert wurde der Tag vom Internationalen Archivrat (ICA), der Dachorganisation der weltweiten Archivgemeinschaft.
Archive sind weit mehr als verstaubte Lagerstätten alter Dokumente. Sie bewahren das kollektive Gedächtnis der Gesellschaft und machen Geschichte für nachfolgende Generationen zugänglich. Ohne Archive gäbe es keine Rechtssicherheit bei Eigentumsverhältnissen, keine Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen und keinen Zugang zu historischen Quellen für Forschung und Bildung.
In der digitalen Ära stehen Archive vor besonderen Herausforderungen. Während früher hauptsächlich Papier und andere physische Medien archiviert wurden, müssen heute auch digitale Daten langfristig gesichert werden. Experten schätzen, dass weltweit täglich etwa 2,5 Quintillionen Bytes an Daten entstehen – eine kaum vorstellbare Menge, aus der die archivierten Bestände von morgen entstehen werden.
Der Tag wird traditionell genutzt, um Archive für die Öffentlichkeit zu öffnen. Viele Einrichtungen bieten Führungen, Workshops oder Ausstellungen an, um Bürgern die Arbeit von Archivaren näherzubringen. Besonders in Deutschland gibt es eine starke Archivlandschaft mit Bundesarchiv, Landesarchiven und kommunalen Archiven, die gemeinsam das kulturelle Erbe bewahren.
Weitere Gedenktage am 9. Juni: Der Tag der Freunde wird in verschiedenen Ländern gefeiert, um die Bedeutung von Freundschaft zu würdigen. In einigen Regionen wird auch der Tag des Rocks begangen, der die vielseitige Verwendung dieses Kleidungsstücks feiert.