Heute, am 5. Juni, begehen Menschen weltweit den Weltumwelttag (World Environment Day) – den wichtigsten internationalen Gedenktag für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Vereinten Nationen riefen diesen Tag 1972 ins Leben, zeitgleich mit der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm.
Der Weltumwelttag entstand aus der Erkenntnis heraus, dass Umweltprobleme globale Lösungen erfordern. Was 1972 mit Sorgen über Luftverschmutzung und Waldsterben begann, hat sich zu einer der drängendsten Herausforderungen der Menschheit entwickelt: dem Kampf gegen Klimawandel, Artensterben und Umweltzerstörung.
Die Relevanz des Tages ist heute größer denn je. Nach Angaben des UN-Umweltprogramms (UNEP) steuert die Erde auf eine Erwärmung von 2,7 Grad Celsius zu – weit über dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Gleichzeitig verschwinden täglich etwa 150 Arten unwiederbringlich, und mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht.
Traditionell steht jeder Weltumwelttag unter einem besonderen Motto. Regierungen, Unternehmen und Bürgerinitiativen organisieren weltweit Aufräumaktionen, Baumpflanzungen und Bildungsveranstaltungen. In Deutschland beteiligen sich zahlreiche Städte mit autofreien Tagen, Nachhaltigkeitsmessen und Umweltprojekten in Schulen.
Weitere Gedenktage am 5. Juni: In Dänemark wird heute der Tag der Verfassung (Grundlovsdag) gefeiert, ein wichtiger Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Verabschiedung der ersten dänischen Verfassung 1849. Zudem begehen manche Regionen den Internationalen Tag des Kampfes gegen illegale Fischerei.